DIE   LICHTKETTE
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AUFRUF ZUR GRUNDUNG EINER LICHTKETTE

Die HERRIN ALLER SEELEN  wünscht eindringlich die Gründung der Lichtkette. Eigentlich sollte jeder, der von  den himmlichen Botschaften an Myriam van Nazareth überzeugt ist, ein Licht in dieser Kette sein!
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Einleitende Erklärung der LICHTKETTE

für "Lichtkette-Gebetsgruppen"

 von  Myriam van Nazareth

 

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Über das Wesen von Marias Lichtkette

 

TOTUS TUUS, MARIA !

 

 

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus und Maria,

Ich bin sehr über die Frage nach dem Wesen von Marias Lichtkette erfreut, weil diese Frage den Kern von demjenigen berührt, was Gott mit der Verkündigung der Gottesmutter als Herrin aller Seelen vorhat.

Was meint Maria mit der "Lichtkette"? Die Himmelskönigin gebar diesen wunderschönen Begriff in meinem Herzen im Frühling des Jahres 2002, fing jedoch erst nach Beginn Ihrer Verkündigungen als Herrin aller Seelen Ende 2005 damit an, ihn auf eine mehr systematische Weise zu benutzen. Trotzdem lieβ Sie mich bereits 2003 im Buch Die Himmlische Hochzeit eindeutig Ihren Wunsch erläutern:

Unsere Welt hat sich mit dem Anwachsen der Sündhaftigkeit der Seelen und der Anhäufung der Sünden, von denen sehr viele auβerdem nie gebeichtet werden, in einen Ort der Finsternis verwandelt. Jede aufrichtig betende und liebende Seele ist wie ein Lichtpunkt in dieser Finsternis. In dem Maβe, wie die Anzahl der aufrichtig betenden und liebenden Seelen wächst, und wie immer mehr Seelen sich heiligen, werden – bildlich gesprochen – an immer mehr Stellen auf dieser Welt Lichtpunkte angezündet, die man vom Himmel heraus gleichsam als eine Verkettung von Lichtern wahrnehmen könnte, als ob durch die Finsternis hindurch eine Lichtkette laufen würde.

Das Licht, das von einer betenden und liebenden Seele ausgeht, ist nicht für das Auge des Körpers sichtbar, schon aber für das Auge der Seele. Die Seele ist von Gott so erschaffen und gerüstet worden, dass sie für die Zeichen von Gottes Gegenwart in einem Mitgeschöpf empfindlich ist. Lacht uns jemand aufrichtig liebevoll zu, so versetzt uns dies in einen inneren Frieden, in ein Gefühl, das uns Kraft vermittelt, das uns einige Augenblicke lang die Finsternis des Lebens vergessen hilft. Das kommt daher, dass unsere Seele einige Augenblicke lang eine Frucht von Gottes Wirken gespürt hat. Die Seele sehnt sich nach den Zeichen von Gottes Nähe, weil der Schöpfer in ihrem Mittelpunkt, im sogenannten "Keim der Heiligkeit" (wie die Herrin aller Seelen den tiefen Kern der Seele bezeichnet), etwas eingebaut hat, das sich mit einem Kügelchen aus Eisen vergleichen lieβe. Dieses Kügelchen fühlt sich zu diesem übermächtigen Magneten angezogen, der Gott ist. Jede Seele, in dem sich die wahre Liebe entwickelt, wird von diesem Riesenmagneten geladen, und zwar mit einem immer stärkeren Strom, so dass sie die "magnetische Wirkung" Gottes in zunehmendem Ausmaβ in sich trägt. Ihre Mitseelen spüren dies, und zwar in dem Maβe desto stärker, wie diese spirituelle empfindlicher sind bzw. auch selber aktiv Gottes Gegenwart in ihrem Leben suchen. Es ist dann die Rede davon, dass eine solche Seele "eine besondere Ausstrahlung" hat.

Wie wird eine Seele durch diesen Göttlichen Magnetismus aufgeladen? Im Grunde genommen: Durch jeden Akt ihres Willens, durch welchen sie Gottes Wirken in sich fruchtbar werden lässt. Ein solcher Akt des Willens ist das freiwillige Gebet. Durch das aufrichtige, inbrünstige, liebevolle Gebet öffnet sich die Seele Ihrem Schöpfer bzw. der Brücke zwischen dem Schöpfer und jeder Seele: Maria. Die Seele schlieβt das Herz auf und sehnt sich danach, dass Gott bzw. Jesus bzw. Maria usw. in das Herz herein tritt, das Herz mit der wahren Himmlischen Liebe erfüllt, und der Seele den wahren inneren Frieden vermittelt, der Gottes Nähe und Wirkung verrät.

Wenn Gott tatsächlich Seine Saat in einer Seele ausstreuen kann, weil sich die Seele aufrichtig nach dem Wirken Gottes in sich gesehnt hat, wird sie innerlich gereinigt und gestärkt, von vielem finsteren Ballast befreit und mit völlig neuen Erkenntnissen bereichert. Sie sieht ihre Welt allmählich durch neue Augen, erkennt die wahre Art ihres eigenen Wesens, erkennt ebenfalls den tiefen Sinn vieler Dinge und Ereignisse, und versteht es allmählich, irgendwie "zu denken und zu fühlen wie Gott Selber zu denken und fühlen scheint". Diese ganzen Erfahrungen lassen sich als "die Erfahrung des Lichtes" bezeichnen.

In dem Maβe, wie die Seele das wahre Licht in sich mehr leuchten lässt, erkennt sie sich selbst vor dem Hintergrund vom groβen Ganzen, das "die Schöpfung" ist: Sie erkennt ihr eigenes Wesen, ihre Schwäche, ihre Kleinheit, ihre wahren Bedürfnisse, ihr inneres Sehnen nach der einzig wahren Bestimmung bei Gott, sie erkennt die Tugenden und die Heiligkeit als die einzigen Quellen des wahren Glückes im Leben, kurzum: Sie erkennt ihre Rolle in Gottes Heilsplan, und den tieferen Sinn aller Dinge, und als Endergebnis erkennt sie durch das alles hindurch die bezaubernde Schönheit von Gott und Seinen Plänen und Werken als einzigen Quellen des wahren Lebens (des Göttlichen Lebens). Das alles ist die Erfahrung des Lichtes, oder die Erfahrung von Gottes Gegenwart und Wirken als Quelle des Lichtes.

Die Seele kann das Licht in sich nur dadurch anzünden, dass sie sich nach der einzigen Lichtquelle (Gott) sehnt und diese in sich hegt als die einzige Quelle des wahren Reichtums. In dem Maβe, wie sie diesen Reichtum zu vermehren sucht, wird sie sich mehr so verhalten, dass Gott ihr Seine Nähe und Sein Wirken tatsächlich kund tut. Die Seele ist dann dabei, sich zu heiligen. "Sich heiligen" heiβt: sich so zu verhalten, dass man durch seinen Beitrag an Liebe, durch alles Tun und Lassen und durch die inneren Gesinnungen und Verfassungen des Herzens "Heil" erzeugt: Die Seele erzeugt Heil, wenn sie durch all dasjenige, was in ihr vorgeht und was von ihr ausgeht, Gottes Werke fördern kann. Sie ist dann dabei, sich zu "heiligen". Je heiliger die Seele, desto mehr Heil strömt von ihrem Sein und ihrem Wirken aus, und desto gröβer wird ihre Fähigkeit, ihre Mitgeschöpfe im Herzen und in ihrem tieferen Wesen zu heilen. Durch die heilige Seele wirkt Gott ungehemmt. Je heiliger die Seele, desto reibungsloser strömen Gottes Wirken und die Zeichen Seiner Gegenwart von ihr aus.

Betrachten wir nun die Menschheit als Ganzes. Jede Seele ist ein Knotenpunkt innerhalb des riesigen Netzes der Schöpfung. Je mehr Seelen das wahre Licht in sich wachsen lassen und dadurch somit in Gottes Gegenwart und "in Seiner Vertretung" leuchten, desto mehr Knotenpunkte leuchten in diesem Netz auf. Schlieβen sich nun diese Lichtpunkte aneinander, so reichen sie sich gleichsam die Hände bzw. die Herzen. Es entsteht eine Lichtkette. Wie können Seelen sich zu einer Lichtkette aneinander schlieβen?

Eine Seele, die das wahre Licht erkannt hat, das Gott ist und das wie durch einen makellosen Spiegel von der unbefleckten Herrin aller Seelen zu den Seelen hin widergespiegelt wird, wird sich immer (manchmal unbewusst) nach Berührungspunkten sehnen, nach gleich gestimmten Seelen, die ebenfalls den unüberbietbaren Wert des Lichtes als Quelle des wahren Glückes entdeckt haben. Im Herzen wird eine solche Seele dadurch bereits "Anschluss finden". Bildlich ausgedrückt, werden die Lichtstrahlen ihres heilvollen Sehnens durch den Satelliten, der "Maria, die Himmelskönigin und Brücke zwischen Gott und den Seelen" heiβt, an gleichgesinnte Seelen weitergeleitet werden. So können sich betende, tugendhafte, aufrichtig liebende Seelen im Unsichtbaren auf rein spiritueller Ebene so berühren, dass sie eine Lichtkette bilden.

Eine betende Seele kann sich allerdings auch nach dem spürbaren Kontakt mit gleichgesinnten Seelen sehnen. So können sich Gebetsgruppen bilden. Eine Gebetsgruppe, die sich aus aufrichtig liebenden, inbrünstigen Seelen zusammensetzt, die das Himmlische tatsächlich in den Mittelpunkt aller ihrer Empfindungen stellen, sich gegenseitig ermutigen und alles Weltliche an Maria zu weihen und anschlieβend loszulassen versuchen, wird so zu einer wahren Lichtkette. Wenn sich diese Seelen treffen, lösen sich die Wolken der Finsternis ihrer jeweiligen Erfahrungen und persönlichen Schwächen im gemeinsam erzeugten Licht auf. Die Kette leuchtet, und die Herrin aller Seelen kann Sich dieser Kette bedienen um den Bösen zu fesseln.

Solche Lichtketten ermöglichen es Maria, Ihren von Gott erhaltenen Auftrag zu erfüllen, der bekanntlich daraus besteht, dass Sie in den individuellen Seelen die Vollendung der Erlösungswerke Christi bringen soll. Die Himmlische Herrin hat verheiβen, den Bösen und sein Gefolge vor Ihr auf die Knie zu zwingen, in der Stunde, in welcher die Fülle der Zeit gekommen ist um die Gründung von Gottes Reich auf Erden zu vollenden. Sie möchte Sich diesen Sieg durch die Anwendung einer Lichtkette sichern, die sich aus sich aufrichtig heiligenden Seelen zusammensetzen soll. So hat Gott es verfügt, dazu hat Er Ihr die Macht gegeben, und dazu hat Jesus auf dem Kreuz den Tod aller Früchte der Finsternis eingeleitet. Die Herrin aller Seelen hat die Macht erhalten, diesen Tod der Finsternis in den individuellen Seelen zu besiegeln. Dieser Besiegelungsprozess ist im Grunde genommen nichts anderes als die Auferstehung des Lichtes in der Seele, aus der vom Ewigen Vater in die Seele gestreuten und von Christus in ihr aufgeschlossenen Saat.

Deswegen ruft die Herrin aller Seelen zur Gründung einer Lichtkette auf, und in diesem Sinne hat dieses Apostolat eine Rolle als Sprachrohr dieses Himmlischen Verlangens zu erfüllen. Betrachten wir mal, wie sehr sich der Aufruf zur Bildung einer Lichtkette mit den vier Merkmalen des Myriam-Apostolates deckt: Die Herrin aller Seelen bezeichnet dieses Apostolat als "Mein Apostolat der Letzten Zeiten, das Apostolat der wahren Liebe, der wahren Hoffnung, der Ermutigung und der Fülle der Wahrheit".

Eine Seele wird dadurch zu einem leuchtenden Licht, dass sie:

- die wahre Liebe in sich zum Blühen bringt, und diese Liebe um sich herum verbreitet, insbesondere dadurch, dass sie sämtliche Tugenden beharrlich in Anwendung bringt. Die Liebe ist – wie es die Herrin ausdrückt – der Stamm des Lebensbaumes, an welchem sämtliche Tugenden wie Äste wachsen, alle durch den Stamm genährt, und alle als Träger von:

* Blüten: Zeichen des Frühlings im seelischen Leben, Verheiβungen einer heranreifenden Heiligkeit;

* Früchten: Zeichen des Sommers im seelischen Leben, durch welche die Mitgeschöpfe im Kontakt mit der Seele genährt werden;

* Blättern: Zeichen der Geborgenheit, des Friedens und des Schutzes, die von der Seele ihren Mitgeschöpfen gegenüber ausgehen.

- die wahre Hoffnung hegt und um sich herum verbreitet. Die wahre Hoffnung ist die Verfassung, durch welche die Seele alles im Leben so zu betrachten versteht, als wäre es bereits von Gott zum Besten benutzt worden. Die wahrhaftig hoffende Seele begreift in ausreichendem Maβe den tiefen Sinn der Finsternis als Komponente von Gottes Heilsplan, und kann aus dieser Erkenntnis heraus so leben, als wären die Prüfungen des Lebens längst überwunden. Diese Seele blickt immer der Sonne ins Gesicht, so dass die Schatten immer hinter ihr liegen – sie findet diese niemals vor sich.

- zu einem fruchtbaren Kanal der Ermutigung wird. Das Leben in der Welt ist voller Finsternis. Jede Seele empfindet dadurch ein riesiges Bedürfnis an Lichtpunkten. Einer der fruchtbarsten Lichtpunkte ist eine Seele, die Mut macht: Sie ist eine Leiter, über welche die betrübte bzw. schwunglose Seele aus ihrem finsteren Gruben empor klettert um aufs Neue die Sonne zu begrüβen. Die Seele, die ihre leidende Mitseele ermutigt, ist eine Hand, die einen abgestürzten Motor wieder ankurbelt, ihn "neu beseelt", ihn wieder in den Stand versetzt, innerhalb von Gottes Plan dasjenige zu tun, wozu er berufen ist. Die ermutigende Seele ist im wahren Sinne des Wortes ein Werkzeug Gottes, das Seinen Heilsplan seiner Erfüllung näher bringt, indem es andere Seelen in den Stand versetzt, ihren Lebensauftrag beharrlich zu vollbringen statt diesen vorzeitig aufzugeben.

- die Fülle der Wahrheit in sich einzubauen versteht, und diese verbreitet. Es ist grundsätzlich jeder Seele gegeben, die Wahrheit kennen zu lernen. Letztendlich ist es der freie Wille, der das Maβ bestimmt, in welchem die Seele für die Wahrheit Gottes erschlossen wird. Durch innig gelebte totale Marienweihe kann sich die Seele die unerschöpflichen Schätze von Gottes Wahrheit aufschlieβen lassen. Die Seele, die Gottes Wahrheit zu verbreiten versucht, trägt dadurch zur Erschlieβung anderer Seelen für das wahre Licht bei.

Die Seele, welche die vier Elemente dieses Apostolates in sich zum Reifen bringt, wird zu einem leuchtenden Licht. Wo sich solche Seelen aneinander schlieβen, wird eine Lichtkette gebildet. Der groβe Wunsch der Herrin aller Seelen besteht daraus, dass sich diese Lichtkette so sehr verstärkt und verlängert, dass sie unzerbrechlich wie nichtrostender Stahl, und der Erfüllung von Marias letzter Aufgabe dienlich wird: Durch eine weltumspannende Lichtkette will die Herrin aller Seelen den Bösen und sein Gefolge fesseln lassen. Das Erlösungsmysterium wird dann in den Seelen vollendet sein, wenn die Heiligkeit sehr vieler Seelen in gemeinsamer Anstrengung, Weihe und Hingabe wirkt wie eine Lichtkette, welche die Finsternis fesselt und diese den Füβen der Himmelskönigin ausliefert, damit Sie als Herrin und Vertreterin der Seelen:

- der Finsternis zeigen kann, dass diese nicht nur von Gott, sondern – Gottes Willen entsprechend – durch die Vermählung zwischen den Seelen und Gott endgültig besiegt worden ist. Betrachten wir dabei:

* Die Lichtkette wird gleichsam der Ring dieser Himmlischen Vermählung sein;

* Die Vermählung wird durch die Leiden und den Kreuzestod Christi geschlossen sein, und

* Die Vermählung wird durch die totale Weihe an die Himmelskönigin und die sich daraus ergebenden Werke vollzogen sein.

-  Gott zeigen kann, dass sich die Seelen zum Stand der Heiligkeit haben neu gestalten lassen, indem sie Seinen Willen als den Ihrigen erkannt und angenommen haben. Die Erkennung und Annahme des Göttlichen Willens durch die Menschheit ist das letztendliche Zeichen der Besiegung der Finsternis und der Loslösung aus den Einflüssen des Bösen.

- Den Seelen zeigen kann, dass Gott Seine Verheiβung vom Sieg des Lichtes gehalten hat. Eine Göttliche Verheiβung ist wesentlich ein Göttliches Erlass, der mit Sicherheit erfüllt wird, zu Gottes Zeit. Gottes Zeit kann durch die Seelen beeinflusst werden, da Gott nichts aufnötigt, sondern Sich die Erfüllung Seiner Gesetze in gemeinsamem Wirken mit den Seelen herbeisehnt.

Marias Lichtkette kann zu einem goldenen Schlüssel zum Aufschlieβen der unendlichen Schatzkammer der Göttlichen Gnaden werden. Dazu ist sie ja ins Leben gerufen. Zu dem Zweck möchte ich Sie von Herzen dazu ermutigen, Ihre Gebetstreffen niemals aufzugeben, und diese im Herzen dadurch vorzubereiten, dass Sie sich das Licht der Himmlischen Herrin ins Herz erflehen. Wo Christus die Sonne ist, stellt Maria die Strahlen dar, durch welche das Sonnenlicht alles berührt. IHRE Hand ist es, die Sie alle salben will, Ihnen die wahre Liebe, die wahre Hoffnung, die unerschütterliche Ermutigung und die Fülle der Wahrheit bereiten will. Folgen Sie Ihr, und werden Sie alle zu Spiegeln Mariens, denn Sie, die Sie von Gott zur Schatzkammer der Verheiβung gemacht worden ist, kann den Christus in Ihnen allen auferstehen lassen. Vergessen Sie nie: Ein Leben im Schatten des Kreuzes, ist ein Leben in der Fülle des Lichtes. Wenn sich diese Lichter verketten, erweitert sich der Schatten des Kreuzes. Unter jenem Schatten kann kein Werk Satans mehr gedeihen. Halten Sie sich diesen Gedanken vor Augen, jedesmal wenn Sie alle sich begegnen. Ihre Treffen erzeugen ein Licht, das kein Auge sieht, das jedoch von der Herrin aller Seelen in Ihre Riesenkette eingebaut wird.

Lieben Sie sich gegenseitig bedingungslos, denn die Liebe bestimmt die Stromstärke, welche die Gebetslichter nähren muss. Keine gröβere Freude können Sie Maria bereiten als jene, die junge Kirche Christi, zu welcher Sie als Mensch auf Erden einst gehörte, neu zu beleben, in der Gebetsgruppe. Die Lichtkette muss wachsen, sie muss immer länger werden und sie muss in jedem Glied und in deren Berührungspunkten stärker und stärker werden. So hat es die Ewige Liebe verfügt, und dazu sind Sie alle berufen.

Ich bin im Herzen mit Ihnen bei jedem Treffen, denn wo die Herrin Ihre Freude findet, dort will auch die Dienerin sein.

In Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,

Ihre Myriam 9. April 2011 (Brief 412)

 

 

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Einladung von Maria an die Seelen zur Gründung einer Lichtkette
Belehrung von Seiten der Allerheiligsten Jungfrau MARIA an

”Myriam van Nazareth”

Als Gott den Menschen schuf, schenkte Er der Seele die Fähigkeit, ewig zu leben. Er hegte den Wunsch, alle Seelen möchten nach einem Leben auf Erden das ewige Leben in vollkommener Glückseligkeit mit Ihm im Himmel teilen. Weil die Gottheit vollkommen ist, kann die Seele nur in Seiner Gegenwart leben, falls sie auch selbst vollkommen rein ist; denn die Göttliche Lebenskraft, die in der Liebe zum Ausdruck kommt, aus der alles geschaffen, erlöst und geheiligt wird, ist so überwältigend, dass das Geschöpf diese Kraft nur in dem Ausmaß in sich aufnehmen kann, wie es in seinen inneren Verfassungen Gott ähnlich wird. Da die Dämonen die Zulassung erhalten haben, die Seelen auf Erden zu prüfen, ist das Leben auf Erden vielen verunreinigenden Einflüssen ausgesetzt. Aus diesen Gründen ist eine überwältigende Mehrheit der Seelen nach ihrem Leben auf Erden nicht vollendet, um den Himmel zu betreten: sie könnten die überwältigende Strömung der Göttlichen Liebe nicht ertragen, sie würden durch diese Liebe niedergeschmettert werden. Aus diesem Grunde schuf Gott das Fegefeuer: einen Ort der Läuterung, wo Seelen nach ihrem irdischen Leben die Schuld sämtlicher Sünden, Fehler und Nachlässigkeiten, die sie nicht gebeichtet oder während ihres Lebens ungenügend abgebüßt haben, durch seelisches Leiden tilgen können, bis sie die Ebene der Reinheit erreicht haben, deren sie bedürfen, um in der Gegenwart Gottes und Seiner Vertreterin gegenüber den Seelen, Maria, der Allerheiligsten Jungfrau, zu leben.

Nach der Erbsünde, der ersten Sünde der ersten je von Gott erschaffenen Seelen, waren sämtliche Seelen von einem Makel geprägt, der die Verwirklichung der vollkommenen Reinheit (Heiligkeit) verhinderte. Aus diesem Grunde verkündete Gott Seinen Heilsplan für die Seelen: sämtliche Seelen sollten die Gelegenheit bekommen, sich zu heiligen und sich dadurch - trotz der Erbsünde - die ewige Glückseligkeit zu erwerben und jede für sich dazu beizutragen, die ganze Menschheit auf eine immer höhere Ebene des Heils (der Reinheit, der Fähigkeit, Gottes Kraft strömen zu lassen, also in einem Zustand im Einklang mit den Verfassungen von Gott Selbst) zu erheben. Der Makel der Erbsünde wirkt jedoch in der Seele wie eine undichte Stelle, durch welche die Kraft des Göttlichen Lebens gleichsam aussickert, so dass die Seele in allen ihren Werken für den Göttlichen Heilsplan weniger fruchtbar wird. Um diese undichte Stelle ausreichend abzudichten und der Seele die Gelegenheit zu bieten, die Kraft des Göttlichen Lebens in sich wirksam zu machen, sollte ein Gegengewicht gegen die Auswirkungen der Erbsünde gefunden werden. Dieses Gegengewicht sollte derartigen Erfordernissen entsprechen, dass die Menschheit dies nicht aus eigener Kraft zustande bringen konnte. Deshalb entschied Sich Gott dazu, Seinen Sohn Jesus Christus als Messias und Erlöser in die Welt zu schicken. Gott hatte es so verfügt, dass Sündenschuld getilgt (gutgemacht) werden konnte, indem die Seele einem Lebensmuster, das die Seele zum Bilde Gottes macht, strikt folgen sollte. Dieses Muster umfasst drei wichtige Komponenten: die wahre Liebe zu Gott und zu allen Mitgeschöpfen, aufrichtige Akzeptierung und Weihe sämtlicher Prüfungen und Kreuze auf dem Lebensweg und Gehorsam gegenüber den Belehrungen Gottes. Das alles sollte der Göttliche Erlöser die Seelen lehren. Jesus unterrichtete den Seelen die wahre Liebe. Er lehrte sie die gewaltige erlösende Macht des Leidens, wenn es von ganzem Herzen und ohne jeglichen Widerstand akzeptiert wird, und Er lehrte sie den Gehorsam gegenüber den Göttlichen Gesetzen durch Seine Lehre im Evangelium, der Lehre der Göttlichen Wahrheit. Jesus lehrte die Menschheit den Weg zur Vervollkommnung in diesen drei Komponenten: vollkommene Liebe ist ein Leben ohne Sünde, vollkommenes Leiden ist ein vollkommenes Akzeptieren und Aufopfern jeglicher Prüfungen und jeglicher Kreuze des Lebens und vollkommener Gehorsam ist das Akzeptieren sämtlicher Verfügungen Gottes. Diese Verfügungen lehrte Jesus im Evangelium und im Vorbild Seines allerheiligsten Lebens.

Gott hatte es so bestimmt, dass das Leben Jesu mit einem schrecklichen Leiden enden sollte, welches es der Menschheit von da an ermöglichen sollte, die Wirkungen der Erbsünde in sich zu überwinden. Genau das ist die tiefe Bedeutung der Erlösung: Jesus hat die Tür zum Heil entriegelt, aber jede Seele soll einzeln im eigenen Leben durch diese Tür des Heils gehen. Nur so kann die Seele die Erlösung in sich verwirklichen. Sonst wird die Erbschaft, die Jesus jeder Seele hinterlassen hat, nicht genutzt. Die Entriegelung ist von Jesus vorgenommen worden. Jesus ist aber Gottes Sohn. Das heißt somit, dass an der Erlösung noch etwas fehlte; denn Gottes Gesetz bestimmt auch, dass in der Schöpfung sich erst dann etwas ändern kann, wenn der Mensch durch einen richtigen Gebrauch seines freien Willens sein Sehnen nachweist, Gott mehr ähnlich zu sein. Also soll die Menschenseele selbst die Erlösung ergänzen. Gott wies Seine überwältigende Liebe zu den Seelen dadurch nach, dass Er eine geschaffene Seele mit einmaligen Fähigkeiten ausstattete, die dieser Seele eine vollkommene Heiligkeit ermöglichten: Maria, die Er vor den Auswirkungen der Erbsünde bewahrte und die Er zu einem Tabernakel machte, das würdig war, den Göttlichen Sohn Jesus Christus als Mensch zu tragen und zu gebären. Ebenso wie Jesus lebte Maria total gemäß dem Muster der absoluten Vollkommenheit in der Liebe, im Leiden und im Gehorsam. Gott ging mit Maria noch viel weiter. Er schenkte Ihr eine totale Weisheit und eine unumschränkte Macht über sämtliche Seelen im Himmel, auf Erden und unter der Erde. Maria sollte den Göttlichen Heilsplan als die Vertreterin Gottes gegenüber den Seelen und als die Vertreterin der Seelen gegenüber Gott vollenden. Sie führte ein Leben totaler Weihe an Gott. Ihr ganzes Leben lang weihte Sie all dasjenige, was auf Sie zukam, all dasjenige, was in Ihrem Herzen vorging, und alle Ihre Worte und Handlungen an Gott. Dadurch ergänzte Sie die Heiligung der ganzen Menschheit, die von Jesus Christus begonnen war. Gott hatte verfügt, dass eine geschaffene Seele des menschlichen Geschlechtes Gottes Sieg über die Finsternis, den Jesus durch Sein Leiden, Seinen Kreuzestod, Seine Auferstehung und Seine Himmelfahrt besiegelt hatte, im Namen aller erschaffenen Seelen in Ihrem eigenen Leben wiederholen sollte. Zu dem Zweck bestimmte Er Maria dazu, kraft Göttlichen Erlasses die unbestreitbare Herrin aller Seelen zu sein. Als Jesus am Kreuze die Worte sprach: “Frau, siehe, Dein Sohn; siehe, deine Mutter”, bekräftigte Er den Göttlichen Erlass, kraft dessen die Menschheit aller Zeiten ganz in Marias Obhut gebracht wurde. Maria wurde auf Golgotha zur Mutter, zur Führerin, zum Wegweiser, zum Vorbild für die Möglichkeiten der geschaffenen Seele und zur Herrin (wozu Sie vor allen Jahrhunderten vorherbestimmt war). Die Seelen hatten nun JESUS CHRISTUS als Vorbild Göttlicher Art und Mensch geworden in der Ordnung der Gnade und MARIA als Vorbild menschlicher Art und “vergöttlicht” in der Ordnung der Gnade: Gottheit und geschaffene Seele schlossen eine Himmlische Hochzeit, die sowohl von Gott (in Jesus) als von den Seelen (in Maria) herbeigesehnt worden war. So wurde die Grundlage des Göttlichen Heilsplans vollendet. Jetzt sollten die Bauarbeiten beginnen.

Gott lässt die Seelen nicht allein bei den Bauarbeiten. Das Evangelium ist uns hinterlassen worden. In diesen Letzten Zeiten wird Maria auf einmalige, intensive Weise zu den Seelen gesandt, um die Bauarbeiten zu vollenden. Das macht Sie in Ihrer Eigenschaft als Herrin aller Seelen. Die Herrin aller Seelen führt die Seelen zum absoluten Gipfel der drei großen Tugenden: der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung. In allen Offenbarungen und Belehrungen, die Sie im Laufe der letzten Jahre durch Ihre “Myriam van Nazareth” den Seelen vermittelt, zeigt Sich Maria als die vollkommene Lehrerin in:

  • der Liebe: Sie unterrichtet die Seelen in einem Leben in Nachfolge sämtlicher Tugenden, die letzten Endes nichts anders sind als Äste am Baumstamm der Liebe;

  • dem Glauben: Sie erhebt die Seelen aus der Oberflächlichkeit eines Lebens, das auf nichts anderes abgestimmt ist als auf das Materielle, das Weltliche, und führt sie zu den tiefen Wahrheiten Gottes als Quellen einer Wiedergeburt. Sie macht das unter anderem in Ihren wiederholten Belehrungen über den tiefen Sinn und Wert des Leidens, der Prüfungen und der totalen Weihe an Sie;

  • der Hoffnung: durch sämtliche Schriften hindurch bringt Maria Botschaften großer Hoffnung und Ermutigung für die Seelen, die dazu bereit sind, Ihr bis aufs Äußerste zu folgen.

Maria, die Herrin aller Seelen, beabsichtigt nichts anders als die Vollendung von Gottes Heilsplan. Mit diesem Ziel vor Augen richtet Sie nun an Sie eine doppelte Einladung:

  1. Weihen Sie sich total, bedingungslos und für ewig an Maria als die Herrin aller Seelen;

  2. Bilden Sie mit allen gleich gesinnten Seelen eine LICHTKETTE.

Maria macht Ihnen das nachfolgende Versprechen:

“Ich, Maria, die Herrin der Seelen, habe von Gott die unumschränkte Macht erhalten, Satan und sein Gefolge in die Knie zu zwingen, endgültig zu demütigen und unwirksam zu machen. Auf Mein Wort wird der Schlüssel, den Jesus Christus ins Schloss der Tür zu Gottes Reich auf Erden gesteckt hat, endgültig umgedreht und die Welt von allem Elend gereinigt werden. Um diese äußerste Göttliche Gnade zu erwirken, brauche Ich eine Armee von Kämpfern, die dazu bereit sind, für Mich im Sieg über sich selbst bis aufs Äußerste zu gehen” (MARIA an “Myriam van Nazareth” am 3. Juli 2008).

Was wird von Ihnen erwartet ?

1. Totale, bedingungslose und ewige Weihe Ihres ganzen Wesens und Ihres ganzen Lebens an Maria als Herrin aller Seelen. Das heißt:

  • machen Sie Ihre eigenen Schwächen, Verführbarkeiten und weltlichen Bindungen ausfindig und bekämpfen Sie diese;

  • entfliehen Sie jeglicher Sünde und Versuchung;

  • seien Sie allen Ihren Mitgeschöpfen eine lebendige Sonne der Liebe, des Friedens, der Hilfsbereitschaft, der Hoffnung und der Ermutigung, so dass Ihre Anwesenheit Ihrer ganzen Umwelt einen neuen Frühling verkündet;

  • teilen Sie alles mit Maria, in allen Einzelheiten des Alltags, und opfern Sie all dasjenige, was Sie sehen, hören, fühlen, denken, tun, sprechen und wünschen, Maria als eine alles umfassende Aufopferung auf zum Zweck Ihrer eigenen Reinigung und Heiligung;

  • bitten Sie Maria täglich um die Heiligung aller Seelen und die endgültige Entwaffnung von allem Bösen.

Die Früchte dieser Lebensweise sind ein dauernd anwachsender innerer Friede (der wahre Friede Christi) und die zunehmende Annäherung zum wahren Glück bereits während Ihres Lebens auf Erden. Diese bezeugen das Einströmen Göttlicher Gnade als Austausch für Ihren Einsatz, den beiden Vorbildern der Vollkommenheit – Jesus und Maria – nachzufolgen.

2. Bilden Sie eine Lichtkette

Im Januar 2006 sagte Maria zu Ihrer “Myriam van Nazareth”: “Es ist von größter Bedeutung, dass sämtliche Seelen, die sich Maria geweiht haben, sich die Hände reichen und durch ihre inständigen Gebete, Aufopferungen und an Maria geweihte Prüfungen und Bürden eine Lichtkette bilden, um das Böse zu bändigen”. Jesus sagte bereits, Er sei in die Welt gekommen, um Feuer zu bringen. Als Christen der Letzten Zeiten obliegt uns die Verpflichtung, Flammen zu sein, die das Feuer der wahren Liebe und das Licht der Wahrheit verbreiten. Indem wir uns verketten, können wir also eine richtige Lichtkette bilden. Mit dieser Kette wird Satan und sein ganzes Gefolge der Finsternis gefesselt und erwürgt werden.

Die Herrin aller Seelen ist die Trägerin des Feuers Christi (der Göttlichen Macht) und des Heiligen Geistes (der Göttlichen Weisheit). Mit der Fülle unseres Einsatzes wird Sie die Finsternis zu Ihren Füßen in die Knie zwingen und jegliche Verirrung, Verblendung und Unwissenheit vertreiben. Gott ist die Sonne, Maria trägt die Sonnenstrahlen in die Schöpfung hinein, bis in die entlegensten Winkel derselben. In Ihrem Sieg über die Finsternis wird Gottes Heilsplan seine Vollendung finden. Werden Sie darum jetzt Soldat des Lichtes, damit Sie dazu beitragen können, dass das Licht in der Finsternis leuchten kann.

 

1065. Weihegebet um Aufnahme in Marias Lichtkette

O Maria, mächtige Herrin aller Seelen,

damit die Werke Jesu Christi in meiner Seele vollendet werden können, will ich Dir ganz gehören, Dir folgen in allen Einzelheiten meines Alltags und Dir mein Leben und alle meine Bedürfnisse und Wünsche weihen.

Ich gebe Dir meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft mit sämtlichen Leiden, Prüfungen und Unbequemlichkeiten, die ich je am Körper, im Herzen, im Geist und in der Seele erfahren habe, und mein Sehnen nach einem heiligen Leben und Sterben.

Herrsche vollkommen in mir und mach mich zu einem Kämpfer für Gottes Reich von Liebe und Frieden auf Erden. Erwirke mir doch die Kraft und die Liebe, all das Böse in mir und in meiner Umwelt zu besiegen.

Geruhe, mich in Deine Lichtkette aufzunehmen, damit auch ich das Böse Deinen Füßen ausliefern kann. Möge der Heilige Geist mich in diesem Vorsatz stärken.

+++

Tägliche persönliche Gebete und Gebete für Lichtkette-Gebetsgruppen folgen in den Myriam-Rundbriefen.

Jeder, der zur LICHTKETTE beitritt - auch wenn KEINE GRUPPE BESTEHT - bekommt ein LICKTKETTE-BREVIER (Gebetsbuch  für jeden Tag und für die Gruppe).

 

 

 Beten Sie für das Zusatendekommen der Lichtkette:

1061. Gebet für einen Tag in Einheit mit Maria

O Maria, Licht der neuen Morgendämmerung,

jetzt, da mein Lebensweg mich einen Tag näher zu Gott bringen will, komme ich, um Deine Gesellschaft für meine tägliche Reise herabzuflehen.

Erschließe doch in meiner Seele die heiligen Quellen Deiner Fruchtbarkeit für Gottes Reich.

Wecke in meinem Herzen die Sonne Deiner sanftmütigen Liebe.

Erwirke mir das Licht Deiner Augen, damit ich alle Gefahren für meine Seele erkennen möge.

Säe in mich Deine Kraft und Dein Verlangen, jeder Versuchung zu widerstehen.

Spanne in mir den Regenbogen Deiner Hoffnung und Deines Vertrauens, damit ich von allen Dingen und allen Seelen nur das Gute erwarten möge.

Tauche mich in Deiner Himmlischen Weisheit unter, damit ich tiefer sehen möge als die Oberfläche der Dinge.

Hilf mir, heute Gottes Werke zu tun.

Geruhe daher, vollkommen in mir zu herrschen, o meine Himmlische Führerin, im Licht des Heiligen Geistes.

 

 

 

"MARIA, MÄCHTIGE HERRIN DER SEELEN, ERWIRKE UNS TOTALE VERGEBUNG, REINIGUNG UND WIEDERGEBURT"

Beschreibung: Gnadenbild_deutsch-A-(33 mal nacheinander langsam betend, wenn möglich vor einem Marienbild/statue, die gesegnet sind. Wenn nicht, vor diesem Bild hier)

 

Sturmgebet zu Maria, der Herrin über jede finstere Kraft

 

O Maria, Himmlische Königin und Herrin über alles Geschaffene, der Gott die Fülle der Macht über sämtliche Teufel und über jegliche finstere Kraft verliehen hat, bedrängten Herzens liefere ich Dir mein ganzes Wesen aus.

O Unbefleckte Empfängnis, zerbrich in mir jegliche Versuchung.

O Miterlöserin mit Christus, reinige mich von jeder Spur der Sünde.

O Schrecken der Teufel, ich flehe Dich an, Deine Furcht erregende Macht auszuüben über jede finstere Kraft, die mich bedroht.

Allermächtigste Herrin, ich flehe Dich an, befiehl den Teufeln, die mich quälen, mich entmutigen, mich im Geist beunruhigen, mir jeglichen Frieden des Herzens nehmen, mich lähmen in den Fallen der Angst, der Furcht und jeglicher düsterer Stimmungen und mich zur Sünde und zum Laster führen, sich zu Deinen Füßen niederzuwerfen, um von Dir bestraft und erniedrigt zu werden.

Befiehl ihnen, Deine Macht über sie zu loben und zu verherrlichen und zu Deinen Fü­ßen kniend zu gestehen, dass Du ihre Herrin bist.

Zur völligen Befreiung weihe ich mich Dir vollkommen, unbedingt und für ewig und verkünde mit sämtlichen Engeln und Heiligen Deine grenzenlose und überwältigende Macht über sämtliche Teufel und über alle ihre Pläne und Machenschaften.

O Maria, mächtige Herrin der Seelen, beschütze mich.

O Maria, mächtige Herrin der Seelen, befreie mich.

O Maria, mächtige  Herrin der Seelen, herrsche über mich und über mein Leben.

O Maria, mächtige Herrin der Seelen, herrsche über jegliche finstere Kraft.

 

 

572. Tägliche Anrufung um die Frucht der Erlösung

Heiliges Kreuz Jesu Christi, schütze mich vor allem Bösen.

Heilige Wunden Jesu Christi, heilt mich von aller weltlichen Verblendung.

Heiliges Blut Jesu Christi, heilige meine Seele.

Tränen von Maria, erwirkt mir die Vergebung all meiner Sünden.

Mögen die Leiden Jesu und die Schmerzen Mariä mir das ewige Leben erwirken.

 

Worte von  MYRIAM VAN NAZARETH an die Lichtkette

MYRIAM VAN NAZARETH AN DIE MITBETER  DER LICHTKETTE VOM SAMSTAG ABEND

 

 

4.11.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Von Herzen möchte ich alle Seelen ermutigen, die heute abend wie ein lebendiges Glied der Lichtkette der Himmelskönigin die Herzen ihrer jeweiligen Seelenschwestern und –Brüder zu berühren versuchen, und sich aus diesem Anliegen heraus von der Herrin aller Verzückungen Selbst in eine Kette von Liebesrosen umschmieden lassen werden.

Gibt es denn ein schöneres, aussagekräftigeres Zeugnis vor Gott dafür, dass wir der Liebesoffensive der Herrin aller Seelen unser Jawort geben und dem ewigen Liebesopfer Christi Folge leisten wollen ?

Ihr alle seid meine wahre Freude, weil ihr wahrhaftig aus Maria seid, und durch Sie, aus Gott. Danke schön ! Der Rosenduft aus liebenden Herzen ist der einzige, der nie verweht.

Laudate Mariam !

Ihre Myriam, immer bei euch allen, solange ich bei euch weilen darf.

 

 

19.11.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Vielen Dank für diese Vorlage ! Sie sieht wirkich anziehend und kraftvoll aus. Ich wünschen allen Teilnehmern heute abend ein sehr fruchtbares Gebetstreffen. Bei diesem Einsatz kann die Herrin kaum anders als Gnaden seelischer Blüte erwirken. Ich umarme sie alle ganz fest (Sie mit einbegriffen, selbstverständlich).

Möge der Himmel spürbar nah sein, dazu noch am heutigen Fest Mariä als Mutter und Herrin der Göttlichen Vorsehung, sozusagen als Lenkrad unseres Lebens in dem Maβe, wie wir unser Leben Ihr hingeben.

In der Liebe der Himmelskönigin,

Myriam

 

 

26.11.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Vielen Dank ! Diese Texte sind besonders kraftvoll, sehr geeignet am Vorabend zweier wichtiger Ereignisse : Anfang des Advents und Fest unserer Mutter der Wundertätigen Medaille.

Ich wünsche einen gnadenreichen Samstag im Herzen der Himmelskönigin, und seelisches Feuerwerk für heute abend !

Myriam

 

 

3.12.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Vielen Dank für diese Texte, die auf mein Herz wirken wie ein Duft aus Himmlischen Gärten. Die unmittelbare Nähe der Himmelskönigin berauscht die Seele wie ein Parfum aus tausend Blumen. Oft kommt es mir vor, als lieβe Sie mich die Texte und Gebete mit diesem selben Parfum scheiben, damit die Quelle derselben erkennbar wird.

In der ganzen Schöpfung verbreitet nichts auβer dem ganzen Wesen der Herrin aller Seelen diesen Duft, die von der Seele auf einer nicht sinnlichen Ebene wahrgenommen werden kann.

Es ist unter anderem dieser übersinnliche Duft, der die Einmischung der Finsternis bei der Verfassung dieser Texte ausschlieβt, solange die Seele ganz in Maria versunken bleibt : Die Finsternis, und möge sie sich noch so listig tarnen, kann diesem Duft nicht nachahmen, denn dieser kann nur aus einer Quelle hervorströmen, in welcher die Fülle des Göttlichen Lebens zugegen ist.

Möge die Unbefleckte Empfängnis uns alle von Ihrem Atem erfüllen, den Sie unmittelbar aus dem Heiligen Geist bezieht und der alle Ihre Worte von Liebe, Hoffnung und Ermutigung trägt.

In der Liebe der Herrin aller Seelen, und zu Ihrem Dienst,

Ihre Myriam

 

 

11.12.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Auch heute öffnet die Gebetsauswahl gleich manche Fenster in der Seele.

Wie man es auch betrachten mag, die Berührung mit der Herrin aller Seelen hat immer etwas mit Licht zu tun. Wie könnte dies auch anders sein, wo die Unbefeckte Empfängnis doch ein Tabernakel war und ist, welchem das Licht der Welt von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit anvertraut wurde um Sein Kommen in die Welt vorzubereiten?

Maria bringt Gottes Licht zu der Seele, damit in dieser die Fähigkeit blüht, sich selbst so zu sehen, wie sie in Bezug auf Gott wirklich ist, mit allen ihren Schwächen, Schatten und Unzulänglichkeiten.

Was kann es sonst heiβen, dass Maria die Herrin meiner Seele ist, als dies: dass Sie über den Schlüssel zu meiner Seele verfügen kann, und in mir sogar die tiefsten Kämmerchen aufschlieβt, die kaum jemals das Licht begrüβt haben. Kann denn ein Seelentempel den Duft der Heiligkeit verbreiten solange es in ihm noch Kämmerchen gibt, denen das Licht fremd ist. Es handelt sich da um verborgene Neigungen, nicht erkannte Verhaltensmuster, nicht entdeckte Talente usw. Die Herrin aller Seelen ist dazu bevollmächtigt, solche Zimmerchen zu lüften und ihre Fenster für die Sonnenstrahlen von Gottes Geist zu öffnen.

Die Herrin meiner Seele richtet mich auf Gott, Seine Gesetze und Seine Werke aus, damit ich fruchtbar sein kann. Ohne Fruchtbarkeit für Gottes Werke ist ein Menschenleben leer. Die Seele kann nur in dem Maβe zu einem fruchtbaren Leben kommen, wie sie sich selbst ergründet. Stellen wir uns vor, wir leben in einem Schloss, in welchem uns eine Menge von Zimmerchen vollkommen unbekannt sind. Wahrscheinlich wäre uns dieser Gedanke etwas unheimlich. Dann kommt eine Person zu Besuch, von der wir wissen, dass sie mächtig ist. Sie öffnet diese Zimmerchen vorsichtig eins nach dem anderen. Wir kommen zu Erkenntnissen und werden über den Inhalt und die Beschafenheit der Zimmerchen imformiert. Das alles kann uns hin und wieder etwas erschüttern, aber diejenige, die diese Zimmerchen für uns erschlieβt, hat Macht über das alles, und irgendwann werden wir ns dessen bewusst, dass sie uns gerade deswegen inneren Frieden verschafft hat, weil Sie uns Licht bringt.

Die Finsternis macht unruhig, das Licht dahingegen wirkt beruhigend. Der Mensch macht sich leichter mit demjenigen vertraut, was er sehen kann. So ist es auch in der Seele : In dem Maβe, wie die Seele sich selber besser kennen lernt, ist sie weniger eine Fremde für sich selbst und wird sie sich leichter mit sich selbst anfreunden. Sie lernt “mit sich selbst leben” und wenn sie weise ist, gibt sie sich derjenigen hin, die diesen geheimnisvollen Schlüssel bedient hat: der Trägerin des Lichtes, der Unbefleckten Herrin aller Seelen. In jenem Augenblick wird “DIE Herrin” zu “MEINER Herrin” und weiβ die Seele erst recht, dass sie im Kampf des Lebens eine Verbündete hat, die in Gott Selbst verwurzelt ist. Geschenk für Geschenk... Wer anders kann da am Werke sein als Gott Selbst ?

Möge die Herrin aller Seelen unsere Apostolatsfamilie in der Fülle des Adventslichtes untertauchen.

Ihre Myriam

PS : Bzgl. der Frage auf Seite 1, wegen der lieben Dame deren Kind nicht geboren werden durfte : Die Erfahrung lehrt, dass Gebet 344 sehr trostreich sein kann.

 

 

17.12.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Es kann kein Zufall sein: Gerade im Dezember, dem “dunklen Monat”, erinnert Gottes Vorsehung uns an die Ausdrücke Seines Lichtes: In der vorigen Woche Marias Unbefleckte Empfängnis, jetzt die Engel, die Ihm nicht nur unmittelbar sondern auch durch uns, arme Menschenseelen dienen. Auβerdem leuchtet über uns standig die Gegenwart von Marias Lichtkette.

Gottes Geist atmet den Duft des Ewigen Frühlings über viele Gärten aus. Manche Seelen sind allergisch gegen diesen Duft, andere lassen sich von ihm verzücken. Wie könnte man dies nicht tun ? Schlieβlich nimmt eine Seele, welche die Himmelskönigin wahrhaftig liebt, doch gleich den Duft ihrer Geliebten wahr – die Himmlische Braut atmet ja keine andere Luft aus als jene des Geistes...

Die Lichtkette ist ein wunderbares Werk der Herrin aller Seelen. Sie ist eigentlich ein besonderer Ausdruck von Gottes Liebe zu uns und Seines Respektes vor uns (wie ist es denn möglich...), denn schlieβlich hätte Maria bereits dadurch Ihre Lichtkette, wenn Sie ganz einfach die eigenen hochheiligen Arme um unsere Welt herum ausbreiten würde. Aber was tut Sie ? Sie erschlieβt sündhafte Menschenseelen so weit, dass diese sich aneinander schlieβen um eine Lichtkette zu bilden. Gottes Prinzipien entsprechend, will Maria nichts ohne uns tun, nur dann hat das Ergebnis für Sie überhaupt einen Wert. Welch schöne Anregung für uns: Um eine Lichtkette bilden zu können, müssen wir selber das wahre Licht in uns aufnehmen und kraft einer aufrichtigen Liebe den Strom erzeugen um dieses Licht heller und heller leuchten zu lassen. O Göttliches Mysterium...

Manchmal hat mich die Erkenntnis zu Tränen gerührt, dass Gott Seelen durch die Gaben der Mystik so innig mit Sich bzw. mit der Himmelskönigin verbindet, dass sie zu kleinen Brücken werden können, über welche andere Seelen sicherer über die tosenden Flüsse des weltlichen Lebens zum Licht wandern können. Das Ergebis: hin und wieder mal eine Seele die nicht ertrinkt, sondern die Kraft findet um trotz der Stürme im Hafen des Heils zu landen. Für die mystische Seele wiederum, gibt es die Verzückung der Erfahrung des Kreuzes. Welchen Verlust, wenn die Seele in ihrem einzigen Leben auf Erden nicht die Empfindung hat machen können, was es heiβt, im Schatten des Kreuzes Christi geatmet und somit die Gegenwart Jesu und Mariens tief im Herzen gespürt zu haben. Zuweilen kommt mir der Gedanke: Wie könnte die Herrlichkeit im Himmel überhaupt eine Herrlichkeit sein, wenn die Seele dort nicht auf ein Leben in innigster Einheit mit Jesus und Maria zurückblicken kann ? Wieviele Seelen seufzen nach diesem Leben über die vielen Gelegenheiten, die sie versäumt haben um die wahre Liebe inständig zu leben durch Selbsthingabe und Selbstverleugnung. Totale, bedingungslose und ewig dauernde Weihe, zum Beispiel an Maria, ist ja eine Hochzeit, die makellose Treue erfordert. Treue heiβt in allen denkbaren Umständen bedingungslos für den/die Geliebte da sein damit der heilige Bund ununterbrochen gestaltet wird. Jede Gelegenheit, dem/der Geliebten die Liebe zu beweisen, ist dann ein wahres Vorrecht, ein Geschenk, und die wahre Liebe wird erst im Schmerz vollendet.

Dieser rote Faden läuft durch unser Christ-Sein, und bildet erst recht den Sinn unseres Daseins. Um die Erfahrung der Einheit mit der erlösenden und heiligenden Liebe bereits auf Erden auf immer höheren Ebenen verwirklichen zu können, brauchen wir gleichsam zusätzliche Hände, sogar ein “zusätzliches” Herz. Unser Lichtbruder, der Schutzengel, ist uns ja nicht umsonst gegeben worden. Tragisch ist nur, dass die Schutzengel wahrscheinlich die meist vernachlässigten Wesen im Universum sind. Zum Glück haben sie voll und ganz begriffen, dass man nicht im wahren Sinne “einsam” sein kann wenn man vollkommen in Gott verwurzelt ist. Das “zusätzliche” Herz kann die Seele im Schutzengel finden, dessen Herz nach dem Rhythmus des Göttlichen Lebens schlägt und nach welchem wir unseren eigenen Herzrhythmus eigentlich hin und wieder berichtigen sollten.

In der totalen Marienweihe wird uns ein solches zweites Herz ebenfalls geschenkt. Welche Verzückung bieten dann die Augenblicke, in welchen das eigene Herz von dem schönsten und heiligsten aller erschaffenen Herzen übernommen wird und es das eigene so mangelhafte Herz plötzlich nicht mehr zu geben scheint. In jenen Augenblicken ist es der Seele so, als würde sie die ganze Schöpfung überblicken und umfassen : die Fülle der Liebe ... und des Schmerzes. Ja, auf den Gipfeln der Schmerzes entfaltet sich die Liebe wie die Blume aller Blumen, die Verkörperung des Göttlichen Lebens. Bücher lieβen sich über diese Empfindung schreiben... wenn es nur Worte gäbe um die Buchstaben aus Feuer zu übersetzen, die in jenen Stunden ins Herz gebrannt werden als Zeugnisse gegen den Betrüger der Herzen und seine finsteren Machenschaften. Zum Glücke lesen Gott und Seine Königstochter unser Herz wie ein offenes Buch... Auch ein Buch schweigt, und spricht trotzdem Tausende von Worten.

In Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,

Myriam

 

31.12.2011

31.12.2011

TOTUS TUUS, MARIA !

Das Thema des heutigen Gebetsabends birgt einen kleinen Weckruf an die Seele in sich. “Der Mensch und sein Umfeld nach Gottes Heilsplan, sein gottgegebenes Umfeld”: Tatsächlich, es wird so leicht vergessen, dass Gott auf unserem Lebensweg zur gleichen Zeit die treibende Kraft ist und das Steuerrad sein sollte. Kein Wunder, jedes Menschenleben hat nur einen einzigen Zweck: Die Seele wird nur dazu in die Welt geschickt, ihren Beitrag zur Verwirklichung von Gottes Heilsplan zu leisten. Alles andere ist lediglich “Ausfüllung”: egal was auf unserem Lebensweg passiert, an und für sich hat es kaum Bedeutung. Die einzige Bedeutung der “Bestandteile” eines Menschenlebens liegt in demjenigen, was sie für Gottes Heilsplan und die Vollbringung Seiner Werke zugunsten Seiner Schöpfung bedeuten, welchen Wert sie für Ihn haben, welches Gewicht sie auf Seiner Waage vertreten, und das alles hängt nicht von den Ereignissen selbst ab, sondern von der Art und Weise, wie die Seele mit ihnen umgeht. Schlieβlich bestimmen nur das Verhalten, die Reaktionen und das ganze innere Leben der Seele die Entfaltung von Gottes Heilsplan.

Da wären wir beim Steuerrad: Gott sollte es sein, allerdings steuert durchwegs die Seele sich selbst durch das Leben. Man könnte meinen, Gott hätte dies so gewollt, sonst hätte Er den Seelen keinen unverletzlichen freien Willen geschenkt. Und trotzdem... lässt Er den Seelen auch das Mysterium der vollkommenen Weihe verkündigen, damit sich die Erkenntnis von dessen Bedeutung wie eine Himmlische Rose entfalten kann, Blättchen für Blättchen. Die totale Marienweihe: die Selbsthingabe an die Königstochter als Weg in das Herz des Palastes des Groβen Königs. Der sehnlichste Wunsch des Königs und der Königstochter ist dieser, dass die Seele den freien Willen auf einem goldenen Servierblatt abtritt. Kann die Seele denn überhaupt etwas Kostbareres zur Vollendung von Gottes Heilsplan beitragen? In der Hingabe des freien Willens, ohne welche die Weihe immer lediglich eine Art Kompromiss bleibt, verschenkt die Seele gleich den Wunsch, selber über den Gang des eigenen Lebens zu entscheiden. Die Abtretung des freien Willens ist gerade die Übertragung des Steuerrads, denn durch sie drückt die Seele im Grunde genommen eindeutig den Willen aus, sie “möchte nicht mehr wollen, sondern nur dienen”. In dem Maβe, wie diese Abtretung von ganzem Herzen erfolgt und sich in der Praxis des Alltags auswirken kann, kann die Seele das Leben “sündenfreier” gestalten, denn desto höher wird der Anteil von Gottes Entscheidungen in ihrem Leben.

Die Abtretung des freien Willens heiβt trotzdem nicht, dass die Seele keine Entscheidungen mehr trifft. Gott würde eine solche Nebenwirkung der totalen Weihe nicht zulassen, denn diese würde der Seele jeden Verdienst nehmen. Der Verdienst eines Menschenlebens setzt sich ja letzten Endes aus dem Ganzen der Reaktionen der Seele auf alle ihre Lebenssituationen zusammen. Ein verdienstvolles, fruchtbares – d.h. heiliges ! – Leben, ist somit nicht ein Leben ohne eigene Entscheidungen, sondern ein Leben in dem die Seele ihren Willen in den Willen Gottes hat überflieβen lassen. In dieser Verfassung wird das Leben nicht leichter (Gott als Entscheidungsmechanismus, die Seele als “Ja-Sagerin”...) sondern unendlich viel schwerer, eine regelrechte Herausforderung. Im erstgenannten Fall würde die Seele nicht mehr im wahren Sinne des Wortes leben, sie würde “gelebt werden”. Leben heiβt jedoch “aktiven Einsatz”; ein passives Treiben auf den Wellen” würde die Seele lediglich zu einem Opfer der Umstände machen, und ihr somit ihre Freiheit nehmen. Gott allerdings, möchte gerade das Höchstmaβ an Freiheit für jede Seele. Das Höchstmaβ an Freiheit ist die Verfassung, die wir alle kennen als “Heiligkeit”.

Den eigenen Willen im Göttlichen Willen auflösen zu lassen, heiβt in jedem Augenblick, in jeder Situation auf dem Lebensweg, besonders bei jeder Wegkreuzung, sich die Frage zu stellen: “Mein Gott, wie würdest DU reagieren, aus der Fülle Deiner Vollkommenheit heraus...?”.

Eben deswegen lehrte die Himmelskönigin Ihre Myriam von Anfang an – und lehrt Sie jetzt durch Myriam an die Seelen – als Hauptstraβe zur Heiligkeit die nachfolgenden Schritte in jeder Lebenssituation, sogar in jedem Augenblick stiller Besinnlichkeit, in welchem sich kein Mitgeschöpf in ihrer Nähe befindet:

·       stelle dir immerzu die Frage: “Welchen Einfluss hat meine beabsichtigte Reaktion bzw. mein beabsichtigtes Verhalten voraussichtlich auf die Verwirklichung von Gottes Heilsplan, z.B. durch den Einfluss desselben auf meine Mitgeschöpfe? Ist der Ausgang dieser Befragung negativ oder zweifelhaft, stelle dann die beabsichtgte Handlung nicht bzw. spreche dann das beabsichtigte Wort nicht”;

·       stelle dir bei all dem ebenfalls die Frage: “Kann es meine Seele auf dem Weg zur Heiligkeit voran bringen, oder nicht? Lass von der Antwort abhängen, ob du die Reaktion, das Verhalten, das Wort, den Gedanken vorbringen bzw. hegen kannst, oder besser nicht”;

·       bete ständig um ein richtiges Erkenntnis vom Ausmaβ der Liebe, das von allen deinen Worten und Handlungen, Gedanken und Gefühlen ausgeht. Vergiss dabei nicht, dass die Seele nichts ‘nur so’ noch ‘nur für sich alleine’ macht, denkt, spricht, fühlt, wünscht, sondern durch alle ihre inneren Vorgänge und alles, was aus ihr hervorkommt, die ganze Schöpfung UND das Herz Gottes berührt.

Im Grunde genommen lieβe sich sagen, dass ein Leben in dem Maβe fruchtbarer wird, wie die Seele ihrem Umfeld Licht und Liebe hinzuzufügen weiβ oder aber sie den aufrichtigen Wunsch hegt, ihrem Umfeld Licht und Liebe hinzuzufügen. Aus sich selber kann die Seele dies nicht tun, sie kann es nur in dem Maβe vollbringen, wie Gott in ihr lebt. Gott lebt nur in dem Maβe in der Seele, wie Er Seinen Willne in ihr und durch sie zur Anwendung bringen kann, denn der Göttliche Wille ist gerade das Instrument, durch welches Gott erschafft, erlöst und heiligt, anders gesagt: “Seine Göttlichen Werke vollbringt”.

Gottes Vorsehung lenkt jede Seele auf einen ganz spezifischen, einmaligen Lebensweg, und hüllt dadurch die Seele in ein spezifisches Umfeld ein, von dem Gott Sich für die Entfaltung und Fruchtbarkeit der Seele viel verspricht, weil es der Seele bei ihrer Heiligung helfen kann und worauf sie ihrerseits Einfluss nehmen kann. Die Seele kann dieses Geschenk voll benutzen, oder sie kann es unwirksam machen. Es voll zu benutzen, heiβt, den Göttlichen Willen, der in diesem Geschenk alles unfehlbar vorbereitet hat, in das eigene Leben so weitgehend einzubauen, dass er dort so ungehemmt wie möglich grünes Licht erhält. So lernt die Seele genau die Stelle zu erkennen, welche sie in Gottes Plänen einnimmt bzw. wozu sie dort vorherbestimmt worden ist: Die Seele erkennt sich als Dienerin von Gottes Werken und Plänen... ganz im Gegensatz zum Feind der Seelen, dem Satan, der durch die Verherrlichung seines eigenen Willens alles Elend in der Welt ermöglicht hat. Selbsthingabe an Gottes Willen heiβt Entfaltung alles Göttlichen in der Seele. Gibt es denn etwas Gröβeres? Kann die Seele Gott jemals überbieten, wenn Geschenke von Liebe ausgetauscht werden? Gott ist schlieβlich der Einzige, der in dem Maβe desto mehr Licht und Liebe schenkt, wie Er für die Seele scheinbar mehr Finsternis und Nebel zulässt.

Ihre Myriam

 

 

7.01.2012

TOTUS TUUS, MARIA !

Es spricht sich so leicht aus: “Himmlische Mutter Maria”, “liebe Mutter Maria”... aber erwägen wir doch mal, welch besonderes Geschenk sich hinter diesen Worten verbirgt. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist die erste Beziehung, welche die Bildung des Kindes in jeglicher Hinsicht prägt. Sind wir uns vollkommen dessen bewusst, was es heiβt, Maria als Mutter zu haben?

Die Beziehung jeder Seele zu Maria ist nicht von Menschen erfunden worden, sie wurde von Gott Selber ins Leben gerufen. Gott tut nichts “nur so”, Er bezweckt mit allen Seinen Verfügungen die Vollendung Seines Heilsplans, durch welchen Er die Erlösung der Menschenseelen krönen will. Jesus kam als Messias, als Erlöser, in die Welt um durch Einsetzung des Neuen Bundes die Entfaltung der Menschenseelen in der Heiligkeit völlig zu erschlieβen. Desto bemerkenswerter ist es somit, dass Er gerade in der Stunde, in welcher sich der Zweck Seines Lebens als Gott-Mensch seiner Vollendung näherte – in der letzten Stunde Christi am Kreuz von Golgotha – das Wort sprach, das leider von so vielen Seelen niemals in der Fülle, d.h. in seiner tiefen spirituellen Bedeutung, verstanden wird: “Frau, siehe, dein Sohn! – Siehe, deine Mutter!“ Das Evangelium fügt sehr aufschlussreich hinzu: „Und von jener Stunde an nahm Sie der Jünger zu sich.“

Die Herrin aller Seelen wies bereits darauf hin, dass dort, auf dem Gipfel der Erlösung, d.h. während der endgültigen Aufschlieβung der Aussicht auf die Ewige Glückseligkeit für viele, im Grunde genommen das Mysterium der vollkommenen Marienweihe gegründet und von Jesus Selbst unterschrieben wurde. Maria wurde dort von Jesus Selbst für alle Generationen erkennbar als Mutter aller Menschenseelen bezeichnet. Johannes nahm Sie zu sich, d.h. er, der ja von Jesus auf Golgotha eigentlich als Verkörperung der Menschenseele schlechthin in der Beziehung zur Gottesmutter dargestellt wurde, schloss Maria in seine Seele, er lieβ Sie in sein ganzes Wesen hinüberflieβen.

Maria IST unsere Mutter, und kraft des Neuen Bundes ist Sie dies erst voll und ganz, aber Sie muss die Gelegenheit bekommen, diese Rolle tatsächlich zu erfüllen. Jesus hat Sich Seiner Mutter vom Mutterleib an hingegeben, und hat Sie zu einer ungeahnt weitgehenden mystischen Vereinigung mit Seinem eigenen Wesen zugelassen. Wenn wir nun bedenken, dass das wahre Christ-Sein erst dann seine Wirkungen zeigt, wenn die Seele Christus in allem nachfolgt, dann müssen wir zum Schluss kommen, dass Gott von jeder Seele erwartet, dass auch sie sich vollkommen der Gottesmutter hingibt. Das gottgegebene Mysterium der totalen Marienweihe ist somit eigentlich mit einer betonten Einladung von Gottes wegen verbunden: die Seele sollte es nicht unterlassen, sich Maria hinzugeben. Es dient ihrem Heil. Jesus hat dies auf dem Höhepunkt Seiner Verwirklichungen für die Menschheit in Worten gefasst, damit es nie vergessen wird.

Maria ist von Gott mit allem ausgestattet worden, das Ihr in den Stand versetzen würde, die absolut vollendete Mutterschaft zu verwirklichen: jene über den Sohn Gottes, und jene über jede Menschenseele. Zu dem Zweck erbaute Gott Ihr ganzes Wesen auf einer einmaligen Grundlage von Heiligkeit in einer absolut vollendeten Entfaltung. Liebe, Macht, Weisheit, Wissen von allen Mysterien des seelischen Lebens... dies alles trug Maria von Anfang an in Sich wie einen voll erschlossenen Boden vollendeter Fruchtbarkeit. Jede Seele, die sich Ihr hinzugeben bereit ist, wird aus diesem Boden genährt und lebt dadurch in gewissem Sinne das Mysterium, das ein Kind erst zum Kind seiner Mutter macht: die Geburt aus der Mutter, im Falle der vollkommenen Weihe die „Wiedergeburt aus Maria“. Diese Wiedergeburt macht die vollkommene Weihe zu einem mächtigen Element der Nachfolge Christi, denn in ihr geht die Seele den Weg Jesu, der Sich als Gott-Mensch für den Weg der Geburt aus dem Mutterleib Mariens entschied.

Die Mutter ist für die ungeborene Frucht das Tor zum eigentlichen Lebensweg auf Erden; d.h. zum Weg, auf welchem sie ihre Berufung verwirklichen muss. Die Mutter ist auch dazu berufen, Kanal einer besonderen Liebe und Geborgenheit zu sein. Um dies alles fruchtbar zu gestalten, muss die Mutter sich selbst vergessen können. In dem Maβe, wie die Mutter dazu imstande ist, schöpft sie eigentlich in allem was sie tut unmittelbar aus der Quelle der Gaben Gottes. Maria war dazu von Anfang an in der Vollkommenheit imstande, weil ihre Verbindung mit Gott so entwickelt war, dass Er es war, der ständig durch Sie wirkte. So sollte es für immer sein: Maria als Brücke zwischen Gott und der Seele, als Kanal der Gnaden, Kanal des Göttlichen Lebens. Die Seele, die Maria voll und ganz als Mutter annimmt, trinkt aus Ihr wie aus einem Teich von Ewigem Leben. So erfüllt Maria Ihre wahre Berufung als Mutter aller Menschen: Sie spendet das wahre Leben, dessen Keim Gott in Ihr gepflanzt hat, und erstellt so eine unverwüstliche Brücke von der Seele hin zum Herzen Gottes, zur Quelle des Ewigen Lebens. Das wahre Leben beginnt für viele Seelen erst in der Stunde, in welcher sie sich dazu entscheiden, sich vollkommen Maria hinzugeben für ein Leben in Ihrem Dienst. Aus Ihr kann die Seele neu geboren werden wie aus dem Heiligen Geist, zur Erfüllung des Evangeliumwortes, das Jesus zu Nikodemus sprach. An Maria ist ja die mystische Hochzeit mit dem Heiligen Geist vollzogen worden, und Seine heiligenden Wirkungen suchen sich in allem zu entfalten, was aus Ihr für das wahre Leben, das Göttliche Leben, geboren werden will.

Maria war die Fruchtbarste aller Mütter: Sie gebar den Christus, die Verkörperung des Göttlichen Lebens. Wenn Sie Gelegenheit dazu bekommt, uns für ein neues Leben zu gebären, macht Sie aus uns einen Obstgarten voller Nahrung für viele. Sie kann die Seele allerdings erst dann neu gebären, wenn sich die Seele zunächst Ihr hingegeben hat, genauso wie sie ist, ohne nur das Geringste zurück zu halten. Hält sie einiges zurück, so wird die Wiedergeburt nicht vollständig sein. Gibt die Seele jede Einzelheit ihres Wesens, ihres Lebens, ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft restlos in Marias Dienst, so wird Sie Ihrerseits der Seele ein neues Leben erwirken, in der Geburt für das Reich Gottes.

Myriam

 


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