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AUFRUF ZUR GRUNDUNG EINER LICHTKETTE
Die HERRIN ALLER SEELEN wünscht eindringlich die Gründung der Lichtkette. Eigentlich sollte jeder, der von den himmlichen Botschaften an Myriam van Nazareth überzeugt ist, ein Licht in dieser Kette sein! Anmelden können Sie sich hier Personen, die keinen Internetanschluss haben, können sich (auf dem Postweg) an den BENEDETTO VERLAG wenden, damit sie monatlich den MYRIAM-RUNDBRIEF mit allen neuen Schriften, Briefen, Visionen etc. von Myriam erhalten! Personen, die einen Internetanschluiss haben,. können sich den MYRIAM-RUNDBRIEF von der Homepage herunterladen. Dadurch erspart sich das Apostolat Papier-, Erstellungs- und Portokosten. DANKE! Liebe Besucher dieser Seite: Sagt es jenen weiter, die keinen Internetanschluss haben. Vergelt's Gott!
Einleitende Erklärung der LICHTKETTE
für "Lichtkette-Gebetsgruppen"
××XØØ××XØØ××XØØ××XØØ
Über das Wesen von
Marias Lichtkette
TOTUS TUUS, MARIA !
Liebe Schwestern und Brüder in Jesus und Maria,
Ich bin sehr über die Frage nach dem Wesen von Marias Lichtkette
erfreut, weil diese Frage den Kern von demjenigen berührt, was Gott
mit der Verkündigung der Gottesmutter als Herrin aller Seelen
vorhat.
Was meint Maria mit der "Lichtkette"? Die Himmelskönigin gebar
diesen wunderschönen Begriff in meinem Herzen im Frühling des Jahres
2002, fing jedoch erst nach Beginn Ihrer Verkündigungen als Herrin
aller Seelen Ende 2005 damit an, ihn auf eine mehr systematische
Weise zu benutzen. Trotzdem lieβ
Sie mich bereits 2003 im Buch
Die Himmlische Hochzeit
eindeutig Ihren Wunsch erläutern:
Unsere Welt hat sich mit dem Anwachsen der Sündhaftigkeit der Seelen
und der Anhäufung der Sünden, von denen sehr viele auβerdem
nie gebeichtet werden, in einen Ort der Finsternis verwandelt. Jede
aufrichtig betende und liebende Seele ist wie ein Lichtpunkt in
dieser Finsternis. In dem Maβe,
wie die Anzahl der aufrichtig betenden und liebenden Seelen wächst,
und wie immer mehr Seelen sich heiligen, werden – bildlich
gesprochen – an immer mehr Stellen auf dieser Welt Lichtpunkte
angezündet, die man vom Himmel heraus gleichsam als eine Verkettung
von Lichtern wahrnehmen könnte, als ob durch die Finsternis hindurch
eine Lichtkette laufen würde.
Das Licht, das von einer betenden und liebenden Seele ausgeht, ist
nicht für das Auge des Körpers sichtbar, schon aber für das Auge der
Seele. Die Seele ist von Gott so erschaffen und gerüstet worden,
dass sie für die Zeichen von Gottes Gegenwart in einem Mitgeschöpf
empfindlich ist. Lacht uns jemand aufrichtig liebevoll zu, so
versetzt uns dies in einen inneren Frieden, in ein Gefühl, das uns
Kraft vermittelt, das uns einige Augenblicke lang die Finsternis des
Lebens vergessen hilft. Das kommt daher, dass unsere Seele einige
Augenblicke lang eine Frucht von Gottes Wirken gespürt hat. Die
Seele sehnt sich nach den Zeichen von Gottes Nähe, weil der Schöpfer
in ihrem Mittelpunkt, im sogenannten "Keim der Heiligkeit" (wie die
Herrin aller Seelen den tiefen Kern der Seele bezeichnet), etwas
eingebaut hat, das sich mit einem Kügelchen aus Eisen vergleichen
lieβe.
Dieses Kügelchen fühlt sich zu diesem übermächtigen Magneten
angezogen, der Gott ist. Jede Seele, in dem sich die wahre Liebe
entwickelt, wird von diesem Riesenmagneten geladen, und zwar mit
einem immer stärkeren Strom, so dass sie die "magnetische Wirkung"
Gottes in zunehmendem Ausmaβ
in sich trägt. Ihre Mitseelen spüren dies, und zwar in dem Maβe
desto stärker, wie diese spirituelle empfindlicher sind bzw. auch
selber aktiv Gottes Gegenwart in ihrem Leben suchen. Es ist dann die
Rede davon, dass eine solche Seele "eine besondere Ausstrahlung"
hat.
Wie wird eine Seele durch diesen Göttlichen Magnetismus aufgeladen?
Im Grunde genommen: Durch jeden Akt ihres Willens, durch welchen sie
Gottes Wirken in sich fruchtbar werden lässt. Ein solcher Akt des
Willens ist das freiwillige Gebet. Durch das aufrichtige,
inbrünstige, liebevolle Gebet öffnet sich die Seele Ihrem Schöpfer
bzw. der Brücke zwischen dem Schöpfer und jeder Seele: Maria. Die
Seele schlieβt
das Herz auf und sehnt sich danach, dass Gott bzw. Jesus bzw. Maria
usw. in das Herz herein tritt, das Herz mit der wahren Himmlischen
Liebe erfüllt, und der Seele den wahren inneren Frieden vermittelt,
der Gottes Nähe und Wirkung verrät.
Wenn Gott tatsächlich Seine Saat in einer Seele ausstreuen kann,
weil sich die Seele aufrichtig nach dem Wirken Gottes in sich
gesehnt hat, wird sie innerlich gereinigt und gestärkt, von vielem
finsteren Ballast befreit und mit völlig neuen Erkenntnissen
bereichert. Sie sieht ihre Welt allmählich durch neue Augen, erkennt
die wahre Art ihres eigenen Wesens, erkennt ebenfalls den tiefen
Sinn vieler Dinge und Ereignisse, und versteht es allmählich,
irgendwie "zu denken und zu fühlen wie Gott Selber zu denken und
fühlen scheint". Diese ganzen Erfahrungen lassen sich als "die
Erfahrung des Lichtes" bezeichnen.
In dem Maβe,
wie die Seele das wahre Licht in sich mehr leuchten lässt, erkennt
sie sich selbst vor dem Hintergrund vom groβen
Ganzen, das "die Schöpfung" ist: Sie erkennt ihr eigenes Wesen, ihre
Schwäche, ihre Kleinheit, ihre wahren Bedürfnisse, ihr
inneres Sehnen nach der einzig wahren Bestimmung bei Gott, sie
erkennt die Tugenden und die Heiligkeit als die einzigen Quellen des
wahren Glückes im Leben, kurzum: Sie erkennt ihre Rolle in Gottes
Heilsplan, und den tieferen Sinn aller Dinge, und als Endergebnis
erkennt sie durch das alles hindurch die bezaubernde Schönheit von
Gott und Seinen Plänen und Werken als einzigen Quellen des wahren
Lebens (des Göttlichen Lebens). Das alles ist die
Erfahrung des Lichtes, oder
die Erfahrung von Gottes Gegenwart und Wirken als Quelle des Lichtes.
Die Seele kann das Licht in sich nur dadurch anzünden, dass sie sich
nach der einzigen Lichtquelle (Gott) sehnt und diese in sich hegt
als die einzige Quelle des wahren Reichtums. In dem Maβe,
wie sie diesen Reichtum zu vermehren sucht, wird sie sich mehr so
verhalten, dass Gott ihr Seine Nähe und Sein Wirken tatsächlich kund
tut. Die Seele ist dann dabei, sich zu heiligen. "Sich heiligen" heiβt:
sich so zu verhalten, dass man durch seinen Beitrag an Liebe, durch
alles Tun und Lassen und durch die inneren Gesinnungen und
Verfassungen des Herzens "Heil" erzeugt: Die Seele erzeugt Heil,
wenn sie durch all dasjenige, was in ihr vorgeht und was von ihr
ausgeht, Gottes Werke fördern kann. Sie ist dann dabei, sich zu
"heiligen". Je heiliger die Seele, desto mehr Heil
strömt von ihrem Sein und ihrem Wirken aus, und desto gröβer
wird ihre Fähigkeit, ihre Mitgeschöpfe im Herzen und in ihrem
tieferen Wesen zu heilen. Durch die heilige Seele wirkt Gott
ungehemmt. Je heiliger die Seele, desto reibungsloser strömen Gottes
Wirken und die Zeichen Seiner Gegenwart von ihr aus.
Betrachten wir nun die Menschheit als Ganzes. Jede Seele ist ein
Knotenpunkt innerhalb des riesigen Netzes der Schöpfung. Je mehr
Seelen das wahre Licht in sich wachsen lassen und dadurch somit in
Gottes Gegenwart und "in Seiner Vertretung" leuchten, desto mehr
Knotenpunkte leuchten in diesem Netz auf. Schlieβen
sich nun diese Lichtpunkte aneinander, so reichen sie sich gleichsam
die Hände bzw. die Herzen.
Es entsteht eine Lichtkette. Wie können Seelen sich zu
einer Lichtkette aneinander schlieβen?
Eine Seele, die das wahre Licht erkannt hat, das Gott ist und das
wie durch einen makellosen Spiegel von der unbefleckten Herrin aller
Seelen zu den Seelen hin widergespiegelt wird, wird sich immer
(manchmal unbewusst) nach Berührungspunkten sehnen, nach gleich
gestimmten Seelen, die ebenfalls den unüberbietbaren Wert des
Lichtes als Quelle des wahren Glückes entdeckt haben. Im Herzen
wird eine solche Seele dadurch bereits "Anschluss finden". Bildlich
ausgedrückt, werden die Lichtstrahlen ihres heilvollen Sehnens durch
den Satelliten, der "Maria, die Himmelskönigin und Brücke zwischen
Gott und den Seelen" heiβt,
an gleichgesinnte Seelen weitergeleitet werden. So können sich
betende, tugendhafte, aufrichtig liebende Seelen im Unsichtbaren auf
rein spiritueller Ebene so berühren, dass sie eine Lichtkette
bilden.
Eine betende Seele kann sich allerdings auch nach dem spürbaren
Kontakt mit gleichgesinnten Seelen sehnen. So können sich
Gebetsgruppen bilden. Eine Gebetsgruppe, die sich aus aufrichtig
liebenden, inbrünstigen Seelen zusammensetzt, die das Himmlische
tatsächlich in den Mittelpunkt aller ihrer Empfindungen stellen,
sich gegenseitig ermutigen und alles Weltliche an Maria zu weihen
und anschlieβend
loszulassen versuchen, wird so zu einer wahren Lichtkette. Wenn sich
diese Seelen treffen, lösen sich die Wolken der Finsternis ihrer
jeweiligen Erfahrungen und persönlichen Schwächen im gemeinsam
erzeugten Licht auf. Die Kette leuchtet, und die Herrin aller Seelen
kann Sich dieser Kette bedienen um den Bösen zu fesseln.
Solche Lichtketten ermöglichen es Maria, Ihren von Gott erhaltenen
Auftrag zu erfüllen, der bekanntlich daraus besteht, dass Sie in den
individuellen Seelen die Vollendung der Erlösungswerke Christi
bringen soll. Die Himmlische Herrin hat verheiβen,
den Bösen und sein Gefolge vor Ihr auf die Knie zu zwingen, in der
Stunde, in welcher die Fülle der Zeit gekommen ist um die Gründung
von Gottes Reich auf Erden zu vollenden. Sie möchte Sich diesen Sieg
durch die Anwendung einer Lichtkette sichern, die sich aus sich
aufrichtig heiligenden Seelen zusammensetzen soll. So hat Gott es
verfügt, dazu hat Er Ihr die Macht gegeben, und dazu hat Jesus auf
dem Kreuz den Tod aller Früchte der Finsternis eingeleitet. Die
Herrin aller Seelen hat die Macht erhalten, diesen Tod der
Finsternis in den individuellen Seelen zu besiegeln. Dieser
Besiegelungsprozess ist im Grunde genommen nichts anderes als die
Auferstehung des Lichtes in der Seele, aus der vom Ewigen Vater in
die Seele gestreuten und von Christus in ihr aufgeschlossenen Saat.
Deswegen ruft die Herrin aller Seelen zur Gründung einer Lichtkette
auf,
und in diesem Sinne hat dieses Apostolat eine Rolle als Sprachrohr
dieses Himmlischen Verlangens zu erfüllen. Betrachten wir mal, wie
sehr sich der Aufruf zur Bildung einer Lichtkette mit den vier
Merkmalen des Myriam-Apostolates deckt: Die Herrin aller Seelen
bezeichnet dieses Apostolat als
"Mein Apostolat der Letzten
Zeiten, das Apostolat der wahren Liebe, der wahren Hoffnung, der
Ermutigung und der Fülle der Wahrheit".
Eine Seele wird dadurch zu einem leuchtenden Licht, dass sie:
- die wahre Liebe in sich zum Blühen bringt, und diese Liebe
um sich herum verbreitet, insbesondere dadurch, dass sie sämtliche
Tugenden beharrlich in Anwendung bringt. Die Liebe ist – wie es die
Herrin ausdrückt – der Stamm des Lebensbaumes, an welchem sämtliche
Tugenden wie Äste wachsen, alle durch den Stamm genährt, und alle
als Träger von:
* Blüten: Zeichen des Frühlings im seelischen Leben, Verheiβungen
einer heranreifenden Heiligkeit;
* Früchten: Zeichen des Sommers im seelischen Leben, durch welche
die Mitgeschöpfe im Kontakt mit der Seele genährt werden;
* Blättern: Zeichen der Geborgenheit, des Friedens und des Schutzes,
die von der Seele ihren Mitgeschöpfen gegenüber ausgehen.
- die wahre Hoffnung hegt und um sich herum verbreitet. Die
wahre Hoffnung ist die Verfassung, durch welche die Seele alles im
Leben so zu betrachten versteht, als wäre es bereits von Gott zum
Besten benutzt worden. Die wahrhaftig hoffende Seele begreift in
ausreichendem Maβe
den tiefen Sinn der Finsternis als Komponente von Gottes Heilsplan,
und kann aus dieser Erkenntnis heraus so leben, als wären die
Prüfungen des Lebens längst überwunden. Diese Seele blickt immer der
Sonne ins Gesicht, so dass die Schatten immer hinter ihr
liegen – sie findet diese niemals vor sich.
- zu einem fruchtbaren Kanal der Ermutigung wird. Das Leben
in der Welt ist voller Finsternis. Jede Seele empfindet dadurch ein
riesiges Bedürfnis an Lichtpunkten. Einer der fruchtbarsten
Lichtpunkte ist eine Seele, die Mut macht: Sie ist eine Leiter, über
welche die betrübte bzw. schwunglose Seele aus ihrem finsteren
Gruben empor klettert um aufs Neue die Sonne zu begrüβen.
Die Seele, die ihre leidende Mitseele ermutigt, ist eine Hand, die
einen abgestürzten Motor wieder ankurbelt, ihn "neu beseelt", ihn
wieder in den Stand versetzt, innerhalb von Gottes Plan dasjenige zu
tun, wozu er berufen ist. Die ermutigende Seele ist im wahren Sinne
des Wortes ein Werkzeug Gottes, das Seinen Heilsplan seiner
Erfüllung näher bringt, indem es andere Seelen in den Stand
versetzt, ihren Lebensauftrag beharrlich zu vollbringen statt diesen
vorzeitig aufzugeben.
- die Fülle der Wahrheit in sich einzubauen versteht, und diese
verbreitet. Es ist grundsätzlich jeder Seele gegeben, die
Wahrheit kennen zu lernen. Letztendlich ist es der freie Wille, der
das Maβ
bestimmt, in welchem die Seele für die Wahrheit Gottes erschlossen
wird. Durch innig gelebte totale Marienweihe kann sich die Seele die
unerschöpflichen Schätze von Gottes Wahrheit aufschlieβen
lassen. Die Seele, die Gottes Wahrheit zu verbreiten versucht, trägt
dadurch zur Erschlieβung
anderer Seelen für das wahre Licht bei.
Die Seele, welche die vier Elemente dieses Apostolates in sich zum
Reifen bringt, wird zu einem leuchtenden Licht. Wo sich solche
Seelen aneinander schlieβen,
wird eine Lichtkette gebildet. Der groβe
Wunsch der Herrin aller Seelen besteht daraus, dass sich diese
Lichtkette so sehr verstärkt und verlängert, dass sie unzerbrechlich
wie nichtrostender Stahl, und der Erfüllung von Marias letzter
Aufgabe dienlich wird: Durch eine weltumspannende Lichtkette will
die Herrin aller Seelen den Bösen und sein Gefolge fesseln lassen.
Das Erlösungsmysterium wird dann in den Seelen vollendet sein, wenn
die Heiligkeit sehr vieler Seelen in gemeinsamer Anstrengung, Weihe
und Hingabe wirkt wie eine Lichtkette, welche die Finsternis fesselt
und diese den Füβen
der Himmelskönigin ausliefert, damit Sie als Herrin und Vertreterin
der Seelen:
- der Finsternis zeigen kann, dass diese nicht nur von Gott,
sondern – Gottes Willen entsprechend – durch die Vermählung zwischen
den Seelen und Gott endgültig besiegt worden ist. Betrachten wir
dabei:
* Die Lichtkette wird gleichsam der Ring dieser Himmlischen
Vermählung sein;
* Die Vermählung wird durch die Leiden und den Kreuzestod Christi
geschlossen sein, und
* Die Vermählung wird durch die totale Weihe an die Himmelskönigin
und die sich daraus ergebenden Werke vollzogen sein.
- Gott zeigen kann,
dass sich die Seelen zum Stand der Heiligkeit haben neu gestalten
lassen, indem sie Seinen Willen als den Ihrigen erkannt und
angenommen haben. Die Erkennung und Annahme des Göttlichen Willens
durch die Menschheit ist das letztendliche Zeichen der Besiegung der
Finsternis und der Loslösung aus den Einflüssen des Bösen.
- Den Seelen zeigen kann, dass Gott Seine Verheiβung
vom Sieg des Lichtes gehalten hat. Eine Göttliche Verheiβung
ist wesentlich ein Göttliches Erlass, der
mit Sicherheit erfüllt wird,
zu Gottes Zeit. Gottes Zeit kann durch die Seelen beeinflusst
werden, da Gott nichts aufnötigt, sondern Sich die Erfüllung Seiner
Gesetze in gemeinsamem Wirken mit den Seelen herbeisehnt.
Marias Lichtkette kann zu einem goldenen Schlüssel zum Aufschlieβen
der unendlichen Schatzkammer der Göttlichen Gnaden werden. Dazu ist
sie ja ins Leben gerufen. Zu dem Zweck möchte ich Sie von Herzen
dazu ermutigen, Ihre Gebetstreffen niemals aufzugeben, und diese im
Herzen dadurch vorzubereiten, dass Sie sich das Licht der
Himmlischen Herrin ins Herz erflehen. Wo Christus die Sonne ist,
stellt Maria die Strahlen dar, durch welche das Sonnenlicht alles
berührt. IHRE Hand ist es, die Sie alle salben will, Ihnen die wahre
Liebe, die wahre Hoffnung, die unerschütterliche Ermutigung und die
Fülle der Wahrheit bereiten will. Folgen Sie Ihr, und werden Sie
alle zu Spiegeln Mariens, denn Sie, die Sie von Gott zur
Schatzkammer der Verheiβung
gemacht worden ist, kann den Christus in Ihnen allen auferstehen
lassen. Vergessen Sie nie: Ein Leben im Schatten des Kreuzes, ist
ein Leben in der Fülle des Lichtes. Wenn sich diese Lichter
verketten, erweitert sich der Schatten des Kreuzes. Unter jenem
Schatten kann kein Werk Satans mehr gedeihen. Halten Sie sich diesen
Gedanken vor Augen, jedesmal wenn Sie alle sich begegnen. Ihre
Treffen erzeugen ein Licht, das kein Auge sieht, das jedoch von der
Herrin aller Seelen in Ihre Riesenkette eingebaut wird.
Lieben Sie sich gegenseitig bedingungslos, denn die Liebe bestimmt
die Stromstärke, welche die Gebetslichter nähren muss. Keine gröβere
Freude können Sie Maria bereiten als jene, die junge Kirche Christi,
zu welcher Sie als Mensch auf Erden einst gehörte, neu zu beleben,
in der Gebetsgruppe. Die Lichtkette muss wachsen, sie muss immer
länger werden und sie muss in jedem Glied und in deren
Berührungspunkten stärker und stärker werden. So hat es die Ewige
Liebe verfügt, und dazu sind Sie alle berufen.
Ich bin im Herzen mit Ihnen bei jedem Treffen, denn wo die Herrin
Ihre Freude findet, dort will auch die Dienerin sein.
In Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam 9. April 2011 (Brief 412)
Einladung von
Maria an die Seelen zur Gründung einer Lichtkette Als Gott den Menschen schuf, schenkte Er der Seele die Fähigkeit, ewig zu leben. Er hegte den Wunsch, alle Seelen möchten nach einem Leben auf Erden das ewige Leben in vollkommener Glückseligkeit mit Ihm im Himmel teilen. Weil die Gottheit vollkommen ist, kann die Seele nur in Seiner Gegenwart leben, falls sie auch selbst vollkommen rein ist; denn die Göttliche Lebenskraft, die in der Liebe zum Ausdruck kommt, aus der alles geschaffen, erlöst und geheiligt wird, ist so überwältigend, dass das Geschöpf diese Kraft nur in dem Ausmaß in sich aufnehmen kann, wie es in seinen inneren Verfassungen Gott ähnlich wird. Da die Dämonen die Zulassung erhalten haben, die Seelen auf Erden zu prüfen, ist das Leben auf Erden vielen verunreinigenden Einflüssen ausgesetzt. Aus diesen Gründen ist eine überwältigende Mehrheit der Seelen nach ihrem Leben auf Erden nicht vollendet, um den Himmel zu betreten: sie könnten die überwältigende Strömung der Göttlichen Liebe nicht ertragen, sie würden durch diese Liebe niedergeschmettert werden. Aus diesem Grunde schuf Gott das Fegefeuer: einen Ort der Läuterung, wo Seelen nach ihrem irdischen Leben die Schuld sämtlicher Sünden, Fehler und Nachlässigkeiten, die sie nicht gebeichtet oder während ihres Lebens ungenügend abgebüßt haben, durch seelisches Leiden tilgen können, bis sie die Ebene der Reinheit erreicht haben, deren sie bedürfen, um in der Gegenwart Gottes und Seiner Vertreterin gegenüber den Seelen, Maria, der Allerheiligsten Jungfrau, zu leben. Nach der Erbsünde, der ersten Sünde der ersten je von Gott erschaffenen Seelen, waren sämtliche Seelen von einem Makel geprägt, der die Verwirklichung der vollkommenen Reinheit (Heiligkeit) verhinderte. Aus diesem Grunde verkündete Gott Seinen Heilsplan für die Seelen: sämtliche Seelen sollten die Gelegenheit bekommen, sich zu heiligen und sich dadurch - trotz der Erbsünde - die ewige Glückseligkeit zu erwerben und jede für sich dazu beizutragen, die ganze Menschheit auf eine immer höhere Ebene des Heils (der Reinheit, der Fähigkeit, Gottes Kraft strömen zu lassen, also in einem Zustand im Einklang mit den Verfassungen von Gott Selbst) zu erheben. Der Makel der Erbsünde wirkt jedoch in der Seele wie eine undichte Stelle, durch welche die Kraft des Göttlichen Lebens gleichsam aussickert, so dass die Seele in allen ihren Werken für den Göttlichen Heilsplan weniger fruchtbar wird. Um diese undichte Stelle ausreichend abzudichten und der Seele die Gelegenheit zu bieten, die Kraft des Göttlichen Lebens in sich wirksam zu machen, sollte ein Gegengewicht gegen die Auswirkungen der Erbsünde gefunden werden. Dieses Gegengewicht sollte derartigen Erfordernissen entsprechen, dass die Menschheit dies nicht aus eigener Kraft zustande bringen konnte. Deshalb entschied Sich Gott dazu, Seinen Sohn Jesus Christus als Messias und Erlöser in die Welt zu schicken. Gott hatte es so verfügt, dass Sündenschuld getilgt (gutgemacht) werden konnte, indem die Seele einem Lebensmuster, das die Seele zum Bilde Gottes macht, strikt folgen sollte. Dieses Muster umfasst drei wichtige Komponenten: die wahre Liebe zu Gott und zu allen Mitgeschöpfen, aufrichtige Akzeptierung und Weihe sämtlicher Prüfungen und Kreuze auf dem Lebensweg und Gehorsam gegenüber den Belehrungen Gottes. Das alles sollte der Göttliche Erlöser die Seelen lehren. Jesus unterrichtete den Seelen die wahre Liebe. Er lehrte sie die gewaltige erlösende Macht des Leidens, wenn es von ganzem Herzen und ohne jeglichen Widerstand akzeptiert wird, und Er lehrte sie den Gehorsam gegenüber den Göttlichen Gesetzen durch Seine Lehre im Evangelium, der Lehre der Göttlichen Wahrheit. Jesus lehrte die Menschheit den Weg zur Vervollkommnung in diesen drei Komponenten: vollkommene Liebe ist ein Leben ohne Sünde, vollkommenes Leiden ist ein vollkommenes Akzeptieren und Aufopfern jeglicher Prüfungen und jeglicher Kreuze des Lebens und vollkommener Gehorsam ist das Akzeptieren sämtlicher Verfügungen Gottes. Diese Verfügungen lehrte Jesus im Evangelium und im Vorbild Seines allerheiligsten Lebens. Gott hatte es so bestimmt, dass das Leben Jesu mit einem schrecklichen Leiden enden sollte, welches es der Menschheit von da an ermöglichen sollte, die Wirkungen der Erbsünde in sich zu überwinden. Genau das ist die tiefe Bedeutung der Erlösung: Jesus hat die Tür zum Heil entriegelt, aber jede Seele soll einzeln im eigenen Leben durch diese Tür des Heils gehen. Nur so kann die Seele die Erlösung in sich verwirklichen. Sonst wird die Erbschaft, die Jesus jeder Seele hinterlassen hat, nicht genutzt. Die Entriegelung ist von Jesus vorgenommen worden. Jesus ist aber Gottes Sohn. Das heißt somit, dass an der Erlösung noch etwas fehlte; denn Gottes Gesetz bestimmt auch, dass in der Schöpfung sich erst dann etwas ändern kann, wenn der Mensch durch einen richtigen Gebrauch seines freien Willens sein Sehnen nachweist, Gott mehr ähnlich zu sein. Also soll die Menschenseele selbst die Erlösung ergänzen. Gott wies Seine überwältigende Liebe zu den Seelen dadurch nach, dass Er eine geschaffene Seele mit einmaligen Fähigkeiten ausstattete, die dieser Seele eine vollkommene Heiligkeit ermöglichten: Maria, die Er vor den Auswirkungen der Erbsünde bewahrte und die Er zu einem Tabernakel machte, das würdig war, den Göttlichen Sohn Jesus Christus als Mensch zu tragen und zu gebären. Ebenso wie Jesus lebte Maria total gemäß dem Muster der absoluten Vollkommenheit in der Liebe, im Leiden und im Gehorsam. Gott ging mit Maria noch viel weiter. Er schenkte Ihr eine totale Weisheit und eine unumschränkte Macht über sämtliche Seelen im Himmel, auf Erden und unter der Erde. Maria sollte den Göttlichen Heilsplan als die Vertreterin Gottes gegenüber den Seelen und als die Vertreterin der Seelen gegenüber Gott vollenden. Sie führte ein Leben totaler Weihe an Gott. Ihr ganzes Leben lang weihte Sie all dasjenige, was auf Sie zukam, all dasjenige, was in Ihrem Herzen vorging, und alle Ihre Worte und Handlungen an Gott. Dadurch ergänzte Sie die Heiligung der ganzen Menschheit, die von Jesus Christus begonnen war. Gott hatte verfügt, dass eine geschaffene Seele des menschlichen Geschlechtes Gottes Sieg über die Finsternis, den Jesus durch Sein Leiden, Seinen Kreuzestod, Seine Auferstehung und Seine Himmelfahrt besiegelt hatte, im Namen aller erschaffenen Seelen in Ihrem eigenen Leben wiederholen sollte. Zu dem Zweck bestimmte Er Maria dazu, kraft Göttlichen Erlasses die unbestreitbare Herrin aller Seelen zu sein. Als Jesus am Kreuze die Worte sprach: “Frau, siehe, Dein Sohn; siehe, deine Mutter”, bekräftigte Er den Göttlichen Erlass, kraft dessen die Menschheit aller Zeiten ganz in Marias Obhut gebracht wurde. Maria wurde auf Golgotha zur Mutter, zur Führerin, zum Wegweiser, zum Vorbild für die Möglichkeiten der geschaffenen Seele und zur Herrin (wozu Sie vor allen Jahrhunderten vorherbestimmt war). Die Seelen hatten nun JESUS CHRISTUS als Vorbild Göttlicher Art und Mensch geworden in der Ordnung der Gnade und MARIA als Vorbild menschlicher Art und “vergöttlicht” in der Ordnung der Gnade: Gottheit und geschaffene Seele schlossen eine Himmlische Hochzeit, die sowohl von Gott (in Jesus) als von den Seelen (in Maria) herbeigesehnt worden war. So wurde die Grundlage des Göttlichen Heilsplans vollendet. Jetzt sollten die Bauarbeiten beginnen. Gott lässt die Seelen nicht allein bei den Bauarbeiten. Das Evangelium ist uns hinterlassen worden. In diesen Letzten Zeiten wird Maria auf einmalige, intensive Weise zu den Seelen gesandt, um die Bauarbeiten zu vollenden. Das macht Sie in Ihrer Eigenschaft als Herrin aller Seelen. Die Herrin aller Seelen führt die Seelen zum absoluten Gipfel der drei großen Tugenden: der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung. In allen Offenbarungen und Belehrungen, die Sie im Laufe der letzten Jahre durch Ihre “Myriam van Nazareth” den Seelen vermittelt, zeigt Sich Maria als die vollkommene Lehrerin in:
Maria, die Herrin aller Seelen, beabsichtigt nichts anders als die Vollendung von Gottes Heilsplan. Mit diesem Ziel vor Augen richtet Sie nun an Sie eine doppelte Einladung:
Maria macht Ihnen das nachfolgende Versprechen: “Ich, Maria, die Herrin der Seelen, habe von Gott die unumschränkte Macht erhalten, Satan und sein Gefolge in die Knie zu zwingen, endgültig zu demütigen und unwirksam zu machen. Auf Mein Wort wird der Schlüssel, den Jesus Christus ins Schloss der Tür zu Gottes Reich auf Erden gesteckt hat, endgültig umgedreht und die Welt von allem Elend gereinigt werden. Um diese äußerste Göttliche Gnade zu erwirken, brauche Ich eine Armee von Kämpfern, die dazu bereit sind, für Mich im Sieg über sich selbst bis aufs Äußerste zu gehen” (MARIA an “Myriam van Nazareth” am 3. Juli 2008). Was wird von Ihnen erwartet ? 1. Totale, bedingungslose und ewige Weihe Ihres ganzen Wesens und Ihres ganzen Lebens an Maria als Herrin aller Seelen. Das heißt:
Die Früchte dieser Lebensweise sind ein dauernd anwachsender innerer Friede (der wahre Friede Christi) und die zunehmende Annäherung zum wahren Glück bereits während Ihres Lebens auf Erden. Diese bezeugen das Einströmen Göttlicher Gnade als Austausch für Ihren Einsatz, den beiden Vorbildern der Vollkommenheit – Jesus und Maria – nachzufolgen. 2. Bilden Sie eine Lichtkette Im Januar 2006 sagte Maria zu Ihrer “Myriam van Nazareth”: “Es ist von größter Bedeutung, dass sämtliche Seelen, die sich Maria geweiht haben, sich die Hände reichen und durch ihre inständigen Gebete, Aufopferungen und an Maria geweihte Prüfungen und Bürden eine Lichtkette bilden, um das Böse zu bändigen”. Jesus sagte bereits, Er sei in die Welt gekommen, um Feuer zu bringen. Als Christen der Letzten Zeiten obliegt uns die Verpflichtung, Flammen zu sein, die das Feuer der wahren Liebe und das Licht der Wahrheit verbreiten. Indem wir uns verketten, können wir also eine richtige Lichtkette bilden. Mit dieser Kette wird Satan und sein ganzes Gefolge der Finsternis gefesselt und erwürgt werden. Die Herrin aller Seelen ist die Trägerin des Feuers Christi (der Göttlichen Macht) und des Heiligen Geistes (der Göttlichen Weisheit). Mit der Fülle unseres Einsatzes wird Sie die Finsternis zu Ihren Füßen in die Knie zwingen und jegliche Verirrung, Verblendung und Unwissenheit vertreiben. Gott ist die Sonne, Maria trägt die Sonnenstrahlen in die Schöpfung hinein, bis in die entlegensten Winkel derselben. In Ihrem Sieg über die Finsternis wird Gottes Heilsplan seine Vollendung finden. Werden Sie darum jetzt Soldat des Lichtes, damit Sie dazu beitragen können, dass das Licht in der Finsternis leuchten kann.
1065. Weihegebet um Aufnahme in Marias LichtketteO Maria, mächtige Herrin aller Seelen, damit die Werke Jesu Christi in meiner Seele vollendet werden können, will ich Dir ganz gehören, Dir folgen in allen Einzelheiten meines Alltags und Dir mein Leben und alle meine Bedürfnisse und Wünsche weihen. Ich gebe Dir meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft mit sämtlichen Leiden, Prüfungen und Unbequemlichkeiten, die ich je am Körper, im Herzen, im Geist und in der Seele erfahren habe, und mein Sehnen nach einem heiligen Leben und Sterben. Herrsche vollkommen in mir und mach mich zu einem Kämpfer für Gottes Reich von Liebe und Frieden auf Erden. Erwirke mir doch die Kraft und die Liebe, all das Böse in mir und in meiner Umwelt zu besiegen. Geruhe, mich in Deine Lichtkette aufzunehmen, damit auch ich das Böse Deinen Füßen ausliefern kann. Möge der Heilige Geist mich in diesem Vorsatz stärken.
Tägliche persönliche Gebete
1061. Gebet für einen Tag in Einheit mit Maria
O Maria, Licht der neuen Morgendämmerung,
jetzt, da mein Lebensweg mich einen Tag näher zu Gott bringen will,
komme ich, um Deine Gesellschaft für meine tägliche Reise
herabzuflehen.
Erschließe doch in meiner Seele die heiligen Quellen Deiner
Fruchtbarkeit für Gottes Reich.
Wecke in meinem Herzen die Sonne Deiner sanftmütigen Liebe.
Erwirke mir das Licht Deiner Augen, damit ich alle Gefahren für
meine Seele erkennen möge.
Säe in mich Deine Kraft und Dein Verlangen, jeder Versuchung zu
widerstehen.
Spanne in mir den Regenbogen Deiner Hoffnung und Deines Vertrauens,
damit ich von allen Dingen und allen Seelen nur das Gute erwarten
möge.
Tauche mich in Deiner Himmlischen Weisheit unter, damit ich tiefer
sehen möge als die Oberfläche der Dinge.
Hilf mir, heute Gottes Werke zu tun.
Geruhe daher, vollkommen in mir zu herrschen, o meine Himmlische
Führerin, im Licht des Heiligen Geistes.
"MARIA, MÄCHTIGE HERRIN DER SEELEN, ERWIRKE UNS TOTALE VERGEBUNG,
REINIGUNG UND WIEDERGEBURT"
Sturmgebet zu Maria, der Herrin über jede finstere Kraft
O Maria, Himmlische
Königin
und
Herrin über alles Geschaffene, der Gott die Fülle der Macht
über sämtliche Teufel und über jegliche finstere Kraft verliehen
hat, bedrängten Herzens liefere ich Dir mein ganzes Wesen aus.
O Unbefleckte Empfängnis, zerbrich in mir jegliche Versuchung.
O Miterlöserin mit Christus, reinige mich von jeder Spur der Sünde.
O Schrecken der Teufel, ich flehe Dich an, Deine Furcht erregende
Macht auszuüben über jede
finstere Kraft, die mich bedroht.
Allermächtigste Herrin, ich flehe Dich an, befiehl den Teufeln, die
mich
quälen,
mich entmutigen,
mich im Geist beunruhigen, mir jeglichen Frieden des Herzens nehmen,
mich lähmen in den Fallen
der Angst, der Furcht und jeglicher düsterer Stimmungen und mich zur
Sünde und zum Laster
führen, sich zu Deinen Füßen niederzuwerfen, um von Dir bestraft und
erniedrigt zu werden.
Befiehl ihnen, Deine Macht über sie zu loben und zu verherrlichen
und zu Deinen Füßen
kniend zu gestehen, dass Du ihre Herrin bist.
Zur völligen Befreiung weihe ich mich Dir vollkommen, unbedingt und
für ewig und verkünde mit
sämtlichen Engeln und Heiligen Deine grenzenlose und überwältigende
Macht über sämtliche Teufel und über alle ihre Pläne und
Machenschaften.
O Maria, mächtige Herrin der Seelen, beschütze mich.
O Maria, mächtige Herrin der Seelen, befreie mich.
O Maria, mächtige Herrin der Seelen, herrsche über mich und
über mein Leben.
O Maria, mächtige Herrin der Seelen, herrsche über jegliche finstere
Kraft.
572. Tägliche Anrufung um die Frucht der Erlösung
Heiliges Kreuz Jesu Christi, schütze mich vor allem Bösen.
Heilige Wunden Jesu Christi, heilt mich von aller weltlichen
Verblendung.
Heiliges Blut Jesu Christi, heilige meine Seele.
Tränen von Maria, erwirkt mir die Vergebung all meiner Sünden.
Mögen die Leiden Jesu und die Schmerzen Mariä mir das ewige Leben
erwirken.
MYRIAM VAN NAZARETH AN DIE MITBETER
DER LICHTKETTE VOM SAMSTAG ABEND
4.11.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Von Herzen möchte ich alle Seelen ermutigen, die heute abend wie ein
lebendiges Glied der Lichtkette der Himmelskönigin die Herzen ihrer
jeweiligen Seelenschwestern und –Brüder zu berühren versuchen, und
sich aus diesem Anliegen heraus von der Herrin aller Verzückungen
Selbst in eine Kette von Liebesrosen umschmieden lassen werden.
Gibt es denn ein schöneres, aussagekräftigeres Zeugnis vor Gott dafür, dass
wir der Liebesoffensive der Herrin aller Seelen unser Jawort geben
und dem ewigen Liebesopfer Christi Folge leisten wollen ?
Ihr alle seid meine wahre Freude, weil ihr wahrhaftig aus Maria seid, und
durch Sie, aus Gott. Danke schön ! Der Rosenduft aus liebenden
Herzen ist der einzige, der nie verweht.
Laudate Mariam !
Ihre Myriam, immer bei euch allen, solange ich bei euch weilen darf.
19.11.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Vielen Dank für diese Vorlage ! Sie sieht wirkich anziehend und kraftvoll
aus. Ich wünschen allen Teilnehmern heute abend ein sehr fruchtbares
Gebetstreffen. Bei diesem Einsatz kann die Herrin kaum anders als
Gnaden seelischer Blüte erwirken. Ich umarme sie alle ganz fest (Sie
mit einbegriffen, selbstverständlich).
Möge der Himmel spürbar nah sein, dazu noch am heutigen Fest Mariä als
Mutter und Herrin der Göttlichen Vorsehung, sozusagen als Lenkrad
unseres Lebens in dem Maβe, wie wir unser Leben Ihr hingeben.
In der Liebe der Himmelskönigin,
Myriam
26.11.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Vielen Dank ! Diese Texte sind besonders kraftvoll, sehr geeignet am
Vorabend zweier wichtiger Ereignisse : Anfang des Advents und Fest
unserer Mutter der Wundertätigen Medaille.
Ich wünsche einen gnadenreichen Samstag im Herzen der Himmelskönigin, und
seelisches Feuerwerk für heute abend !
Myriam
3.12.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Vielen Dank für diese Texte, die auf mein Herz wirken wie ein Duft aus
Himmlischen Gärten. Die unmittelbare Nähe der Himmelskönigin
berauscht die Seele wie ein Parfum aus tausend Blumen. Oft kommt es
mir vor, als lieβe Sie mich die Texte und Gebete mit diesem selben
Parfum scheiben, damit die Quelle derselben erkennbar wird.
In der ganzen Schöpfung verbreitet nichts auβer dem ganzen Wesen der Herrin
aller Seelen diesen Duft, die von der Seele auf einer nicht
sinnlichen Ebene wahrgenommen werden kann.
Es ist unter anderem dieser übersinnliche Duft, der die Einmischung der
Finsternis bei der Verfassung dieser Texte ausschlieβt, solange die
Seele ganz in Maria versunken bleibt : Die Finsternis, und möge sie
sich noch so listig tarnen, kann diesem Duft nicht nachahmen, denn
dieser kann nur aus einer Quelle hervorströmen, in welcher die Fülle
des Göttlichen Lebens zugegen ist.
Möge die Unbefleckte Empfängnis uns alle von Ihrem Atem erfüllen, den Sie
unmittelbar aus dem Heiligen Geist bezieht und der alle Ihre Worte
von Liebe, Hoffnung und Ermutigung trägt.
In der Liebe der Herrin aller Seelen, und zu Ihrem Dienst,
Ihre Myriam
11.12.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Auch heute öffnet die
Gebetsauswahl gleich manche Fenster in der Seele.
Wie man es auch
betrachten mag, die Berührung mit der Herrin aller Seelen hat immer
etwas mit Licht zu tun. Wie könnte dies auch anders sein, wo die
Unbefeckte Empfängnis doch ein Tabernakel war und ist, welchem das
Licht der Welt von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit anvertraut
wurde um Sein Kommen in die Welt vorzubereiten?
Maria bringt Gottes Licht
zu der Seele, damit in dieser die Fähigkeit blüht, sich selbst so zu
sehen, wie sie in Bezug auf Gott wirklich ist, mit allen ihren
Schwächen, Schatten und Unzulänglichkeiten.
Was kann es sonst heiβen,
dass Maria die Herrin meiner Seele ist, als dies: dass Sie über den
Schlüssel zu meiner Seele verfügen kann, und in mir sogar die
tiefsten Kämmerchen aufschlieβt, die kaum jemals das Licht begrüβt
haben. Kann denn ein Seelentempel den Duft der Heiligkeit verbreiten
solange es in ihm noch Kämmerchen gibt, denen das Licht fremd ist.
Es handelt sich da um verborgene Neigungen, nicht erkannte
Verhaltensmuster, nicht entdeckte Talente usw. Die Herrin aller
Seelen ist dazu bevollmächtigt, solche Zimmerchen zu lüften und ihre
Fenster für die Sonnenstrahlen von Gottes Geist zu öffnen.
Die Herrin meiner Seele
richtet mich auf Gott, Seine Gesetze und Seine Werke aus, damit ich
fruchtbar sein kann. Ohne Fruchtbarkeit für Gottes Werke ist ein
Menschenleben leer. Die Seele kann nur in dem Maβe zu einem
fruchtbaren Leben kommen, wie sie sich selbst ergründet. Stellen wir
uns vor, wir leben in einem Schloss, in welchem uns eine Menge von
Zimmerchen vollkommen unbekannt sind. Wahrscheinlich wäre uns dieser
Gedanke etwas unheimlich. Dann kommt eine Person zu Besuch, von der
wir wissen, dass sie mächtig ist. Sie öffnet diese Zimmerchen
vorsichtig eins nach dem anderen. Wir kommen zu Erkenntnissen und
werden über den Inhalt und die Beschafenheit der Zimmerchen
imformiert. Das alles kann uns hin und wieder etwas erschüttern,
aber diejenige, die diese Zimmerchen für uns erschlieβt, hat Macht
über das alles, und irgendwann werden wir ns dessen bewusst, dass
sie uns gerade deswegen inneren Frieden verschafft hat, weil Sie uns
Licht bringt.
Die Finsternis macht
unruhig, das Licht dahingegen wirkt beruhigend. Der Mensch macht
sich leichter mit demjenigen vertraut, was er sehen kann. So ist es
auch in der Seele : In dem Maβe, wie die Seele sich selber besser
kennen lernt, ist sie weniger eine Fremde für sich selbst und wird
sie sich leichter mit sich selbst anfreunden. Sie lernt “mit sich
selbst leben” und wenn sie weise ist, gibt sie sich derjenigen hin,
die diesen geheimnisvollen Schlüssel bedient hat: der Trägerin des
Lichtes, der Unbefleckten Herrin aller Seelen. In jenem Augenblick
wird “DIE Herrin” zu “MEINER Herrin” und weiβ die
Seele erst recht, dass sie im Kampf des Lebens eine Verbündete hat,
die in Gott Selbst verwurzelt ist. Geschenk für Geschenk... Wer
anders kann da am Werke sein als Gott Selbst ?
Möge die Herrin aller
Seelen unsere Apostolatsfamilie in der Fülle des Adventslichtes
untertauchen.
Ihre Myriam
PS : Bzgl. der Frage auf Seite 1, wegen der lieben
Dame deren Kind nicht geboren werden durfte : Die Erfahrung lehrt,
dass Gebet 344 sehr trostreich sein kann.
17.12.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Es kann kein Zufall sein:
Gerade im Dezember, dem “dunklen Monat”, erinnert Gottes Vorsehung
uns an die Ausdrücke Seines Lichtes: In der vorigen Woche Marias
Unbefleckte Empfängnis, jetzt die Engel, die Ihm nicht nur
unmittelbar sondern auch durch uns, arme Menschenseelen dienen.
Auβerdem leuchtet über uns standig die Gegenwart von Marias
Lichtkette.
Gottes Geist atmet den Duft
des Ewigen Frühlings über viele Gärten aus. Manche Seelen sind
allergisch gegen diesen Duft, andere lassen sich von ihm verzücken.
Wie könnte man dies nicht tun ? Schlieβlich nimmt eine Seele,
welche die Himmelskönigin wahrhaftig liebt, doch gleich den Duft
ihrer Geliebten wahr – die Himmlische Braut atmet ja keine andere
Luft aus als jene des Geistes...
Die Lichtkette ist ein
wunderbares Werk der Herrin aller Seelen. Sie ist eigentlich ein
besonderer Ausdruck von Gottes Liebe zu uns und Seines Respektes vor
uns (wie ist es denn möglich...), denn schlieβlich hätte Maria
bereits dadurch Ihre Lichtkette, wenn Sie ganz einfach die eigenen
hochheiligen Arme um unsere Welt herum ausbreiten würde. Aber was
tut Sie ? Sie erschlieβt sündhafte Menschenseelen so weit, dass
diese sich aneinander schlieβen um eine Lichtkette zu bilden. Gottes
Prinzipien entsprechend, will Maria nichts ohne uns tun, nur dann
hat das Ergebnis für Sie überhaupt einen Wert. Welch schöne Anregung
für uns: Um eine Lichtkette bilden zu können, müssen wir selber das
wahre Licht in uns aufnehmen und kraft einer aufrichtigen Liebe den
Strom erzeugen um dieses Licht heller und heller leuchten zu lassen.
O Göttliches Mysterium...
Manchmal hat mich die
Erkenntnis zu Tränen gerührt, dass Gott Seelen durch die Gaben der
Mystik so innig mit Sich bzw. mit der Himmelskönigin verbindet, dass
sie zu kleinen Brücken werden können, über welche andere Seelen
sicherer über die tosenden Flüsse des weltlichen Lebens zum Licht
wandern können. Das Ergebis: hin und wieder mal eine Seele die
nicht ertrinkt, sondern die Kraft findet um trotz der Stürme im
Hafen des Heils zu landen. Für die mystische Seele wiederum, gibt es
die Verzückung der Erfahrung des Kreuzes. Welchen Verlust, wenn die
Seele in ihrem einzigen Leben auf Erden nicht die Empfindung hat
machen können, was es heiβt, im Schatten des Kreuzes Christi geatmet
und somit die Gegenwart Jesu und Mariens tief im Herzen gespürt zu
haben. Zuweilen kommt mir der Gedanke: Wie könnte die Herrlichkeit
im Himmel überhaupt eine Herrlichkeit sein, wenn die Seele dort
nicht auf ein Leben in innigster Einheit mit Jesus und Maria
zurückblicken kann ? Wieviele Seelen seufzen nach diesem Leben über
die vielen Gelegenheiten, die sie versäumt haben um die wahre Liebe
inständig zu leben durch Selbsthingabe und Selbstverleugnung.
Totale, bedingungslose und ewig dauernde Weihe, zum Beispiel an
Maria, ist ja eine Hochzeit, die makellose Treue erfordert. Treue
heiβt in allen denkbaren Umständen bedingungslos für den/die
Geliebte da sein damit der heilige Bund ununterbrochen gestaltet
wird. Jede Gelegenheit, dem/der Geliebten die Liebe zu beweisen, ist
dann ein wahres Vorrecht, ein Geschenk, und die wahre Liebe wird
erst im Schmerz vollendet.
Dieser rote Faden läuft durch
unser Christ-Sein, und bildet erst recht den Sinn unseres Daseins.
Um die Erfahrung der Einheit mit der erlösenden und heiligenden
Liebe bereits auf Erden auf immer höheren Ebenen verwirklichen zu
können, brauchen wir gleichsam zusätzliche Hände, sogar ein
“zusätzliches” Herz. Unser Lichtbruder, der Schutzengel, ist uns ja
nicht umsonst gegeben worden. Tragisch ist nur, dass die Schutzengel
wahrscheinlich die meist vernachlässigten Wesen im Universum sind.
Zum Glück haben sie voll und ganz begriffen, dass man nicht im
wahren Sinne “einsam” sein kann wenn man vollkommen in Gott
verwurzelt ist. Das “zusätzliche” Herz kann die Seele im Schutzengel
finden, dessen Herz nach dem Rhythmus des Göttlichen Lebens schlägt
und nach welchem wir unseren eigenen Herzrhythmus eigentlich hin und
wieder berichtigen sollten.
In der totalen Marienweihe
wird uns ein solches zweites Herz ebenfalls geschenkt. Welche
Verzückung bieten dann die Augenblicke, in welchen das eigene Herz
von dem schönsten und heiligsten aller erschaffenen Herzen
übernommen wird und es das eigene so mangelhafte Herz plötzlich
nicht mehr zu geben scheint. In jenen Augenblicken ist es der Seele
so, als würde sie die ganze Schöpfung überblicken und umfassen : die
Fülle der Liebe ... und des Schmerzes. Ja, auf den Gipfeln der
Schmerzes entfaltet sich die Liebe wie die Blume aller Blumen, die
Verkörperung des Göttlichen Lebens. Bücher lieβen sich über diese
Empfindung schreiben... wenn es nur Worte gäbe um die Buchstaben aus
Feuer zu übersetzen, die in jenen Stunden ins Herz gebrannt werden
als Zeugnisse gegen den Betrüger der Herzen und seine finsteren
Machenschaften. Zum Glücke lesen Gott und Seine Königstochter unser
Herz wie ein offenes Buch... Auch ein Buch schweigt, und spricht
trotzdem Tausende von Worten.
In Liebe, und zu Diensten der
Herrin aller Seelen,
Myriam
31.12.2011
TOTUS TUUS, MARIA !
Das Thema des heutigen Gebetsabends birgt einen kleinen Weckruf an
die Seele in sich.
“Der Mensch und sein Umfeld nach Gottes Heilsplan, sein
gottgegebenes Umfeld”:
Tatsächlich, es wird so leicht vergessen, dass Gott auf
unserem Lebensweg zur gleichen Zeit die treibende Kraft ist
und das Steuerrad sein sollte. Kein Wunder, jedes
Menschenleben hat nur einen einzigen Zweck: Die Seele wird nur dazu
in die Welt geschickt, ihren Beitrag zur Verwirklichung von Gottes
Heilsplan zu leisten.
Alles
andere ist lediglich “Ausfüllung”: egal was auf unserem Lebensweg
passiert, an und für sich hat es kaum Bedeutung.
Die einzige Bedeutung der “Bestandteile” eines Menschenlebens liegt
in demjenigen, was sie für Gottes Heilsplan und die Vollbringung
Seiner Werke zugunsten Seiner Schöpfung bedeuten, welchen Wert sie
für Ihn haben, welches Gewicht sie auf Seiner Waage vertreten, und
das alles hängt nicht von den Ereignissen selbst ab, sondern von der
Art und Weise, wie die Seele mit ihnen umgeht. Schlieβlich bestimmen
nur das Verhalten, die Reaktionen und das ganze innere Leben der
Seele die Entfaltung von Gottes Heilsplan.
Da wären wir beim Steuerrad: Gott sollte es sein, allerdings
steuert durchwegs die Seele sich selbst durch das Leben. Man könnte
meinen, Gott hätte dies so gewollt, sonst hätte Er den Seelen keinen
unverletzlichen freien Willen geschenkt. Und trotzdem... lässt Er
den Seelen auch das Mysterium der vollkommenen Weihe verkündigen,
damit sich die Erkenntnis von dessen Bedeutung wie eine Himmlische
Rose entfalten kann, Blättchen für Blättchen. Die totale
Marienweihe: die Selbsthingabe an die Königstochter als Weg in das
Herz des Palastes des Groβen Königs. Der sehnlichste Wunsch des
Königs und der Königstochter ist dieser, dass die Seele den freien
Willen auf einem goldenen Servierblatt abtritt. Kann die Seele denn
überhaupt etwas Kostbareres zur Vollendung von Gottes Heilsplan
beitragen? In der Hingabe des freien Willens, ohne welche die Weihe
immer lediglich eine Art Kompromiss bleibt, verschenkt die Seele
gleich den Wunsch, selber über den Gang des eigenen Lebens zu
entscheiden. Die Abtretung des freien Willens ist gerade die
Übertragung des Steuerrads, denn durch sie drückt die Seele im
Grunde genommen eindeutig den Willen aus, sie “möchte nicht mehr
wollen, sondern nur dienen”. In dem Maβe, wie diese Abtretung
von ganzem Herzen erfolgt und sich in der Praxis des Alltags
auswirken kann, kann die Seele das Leben “sündenfreier” gestalten,
denn desto höher wird der Anteil von Gottes Entscheidungen in
ihrem Leben.
Die Abtretung des freien Willens heiβt trotzdem nicht, dass die
Seele keine Entscheidungen mehr trifft. Gott würde eine solche
Nebenwirkung der totalen Weihe nicht zulassen, denn diese würde der
Seele jeden Verdienst nehmen. Der Verdienst eines Menschenlebens
setzt sich ja letzten Endes aus dem Ganzen der Reaktionen der Seele
auf alle ihre Lebenssituationen zusammen. Ein verdienstvolles,
fruchtbares – d.h. heiliges ! – Leben, ist somit nicht ein Leben
ohne eigene Entscheidungen, sondern ein Leben in dem die Seele ihren
Willen in den Willen Gottes hat überflieβen lassen. In dieser
Verfassung wird das Leben nicht leichter (Gott als
Entscheidungsmechanismus, die Seele als “Ja-Sagerin”...) sondern
unendlich viel schwerer, eine regelrechte Herausforderung. Im
erstgenannten Fall würde die Seele nicht mehr im wahren Sinne des
Wortes leben, sie würde “gelebt werden”. Leben heiβt jedoch
“aktiven Einsatz”; ein passives Treiben auf den Wellen” würde die
Seele lediglich zu einem Opfer der Umstände machen, und ihr somit
ihre Freiheit nehmen. Gott allerdings, möchte gerade das Höchstmaβ
an Freiheit für jede Seele. Das Höchstmaβ an Freiheit ist die
Verfassung, die wir alle kennen als “Heiligkeit”.
Den eigenen Willen im Göttlichen Willen auflösen zu lassen, heiβt in
jedem Augenblick, in jeder Situation auf dem Lebensweg, besonders
bei jeder Wegkreuzung, sich die Frage zu stellen: “Mein Gott, wie
würdest DU reagieren, aus der Fülle Deiner Vollkommenheit
heraus...?”.
Eben deswegen lehrte die Himmelskönigin Ihre Myriam von Anfang an –
und lehrt Sie jetzt durch Myriam an die Seelen – als Hauptstraβe zur
Heiligkeit die nachfolgenden Schritte in jeder
Lebenssituation, sogar in jedem Augenblick stiller Besinnlichkeit,
in welchem sich kein Mitgeschöpf in ihrer Nähe befindet:
·
stelle dir immerzu die Frage: “Welchen Einfluss hat meine
beabsichtigte Reaktion bzw. mein beabsichtigtes Verhalten
voraussichtlich auf die Verwirklichung von Gottes Heilsplan,
z.B. durch den Einfluss desselben auf meine Mitgeschöpfe? Ist der
Ausgang dieser Befragung negativ oder zweifelhaft, stelle dann die
beabsichtgte Handlung nicht bzw. spreche dann das beabsichtigte Wort
nicht”;
·
stelle dir bei all dem ebenfalls die Frage: “Kann es meine Seele
auf dem Weg zur Heiligkeit voran bringen, oder nicht? Lass von
der Antwort abhängen, ob du die Reaktion, das Verhalten, das Wort,
den Gedanken vorbringen bzw. hegen kannst, oder besser nicht”;
·
bete ständig um ein richtiges Erkenntnis vom Ausmaβ der Liebe, das
von allen deinen Worten und Handlungen, Gedanken und Gefühlen
ausgeht.
Vergiss dabei nicht, dass die Seele nichts ‘nur so’ noch ‘nur
für sich alleine’ macht, denkt, spricht, fühlt, wünscht, sondern
durch alle ihre inneren Vorgänge und alles, was aus ihr hervorkommt,
die ganze Schöpfung UND das Herz Gottes berührt.
Im Grunde genommen lieβe sich sagen, dass ein Leben in dem Maβe
fruchtbarer wird, wie die Seele ihrem Umfeld Licht und Liebe
hinzuzufügen weiβ oder aber sie den aufrichtigen Wunsch hegt, ihrem
Umfeld Licht und Liebe hinzuzufügen. Aus sich selber kann die Seele
dies nicht tun, sie kann es nur in dem Maβe vollbringen, wie Gott in
ihr lebt. Gott lebt nur in dem Maβe in der Seele, wie Er Seinen
Willne in ihr und durch sie zur Anwendung bringen kann, denn der
Göttliche Wille ist gerade das Instrument, durch welches Gott
erschafft, erlöst und heiligt, anders gesagt: “Seine Göttlichen
Werke vollbringt”.
Gottes Vorsehung lenkt jede Seele auf einen ganz spezifischen,
einmaligen Lebensweg, und hüllt dadurch die Seele in ein
spezifisches Umfeld ein, von dem Gott Sich für die Entfaltung und
Fruchtbarkeit der Seele viel verspricht, weil es der Seele bei ihrer
Heiligung helfen kann und worauf sie ihrerseits Einfluss nehmen
kann. Die Seele kann dieses Geschenk voll benutzen, oder sie kann es
unwirksam machen. Es voll zu benutzen, heiβt, den Göttlichen Willen,
der in diesem Geschenk alles unfehlbar vorbereitet hat, in das
eigene Leben so weitgehend einzubauen, dass er dort so ungehemmt wie
möglich grünes Licht erhält. So lernt die Seele genau die Stelle zu
erkennen, welche sie in Gottes Plänen einnimmt bzw. wozu sie dort
vorherbestimmt worden ist: Die Seele erkennt sich als Dienerin von
Gottes Werken und Plänen... ganz im Gegensatz zum Feind der Seelen,
dem Satan, der durch die Verherrlichung seines eigenen Willens alles
Elend in der Welt ermöglicht hat. Selbsthingabe an Gottes Willen
heiβt Entfaltung alles Göttlichen in der Seele. Gibt es denn etwas
Gröβeres? Kann die Seele Gott jemals überbieten, wenn Geschenke von
Liebe ausgetauscht werden? Gott ist schlieβlich der Einzige, der in
dem Maβe desto mehr Licht und Liebe schenkt, wie Er für die Seele
scheinbar mehr Finsternis und Nebel zulässt.
Ihre
Myriam
TOTUS
TUUS, MARIA !
Es
spricht sich so leicht aus: “Himmlische Mutter Maria”, “liebe Mutter
Maria”... aber erwägen wir doch mal, welch besonderes Geschenk sich
hinter diesen Worten verbirgt.
Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist die erste Beziehung, welche die
Bildung des Kindes in jeglicher Hinsicht prägt. Sind wir uns
vollkommen dessen bewusst, was es heiβt, Maria als Mutter zu haben?
Die Beziehung jeder Seele zu Maria ist nicht von Menschen erfunden worden,
sie wurde von Gott Selber ins Leben gerufen. Gott tut nichts “nur
so”, Er bezweckt mit allen Seinen Verfügungen die Vollendung Seines
Heilsplans, durch welchen Er die Erlösung der Menschenseelen krönen
will. Jesus kam als Messias, als Erlöser, in die Welt um durch
Einsetzung des Neuen Bundes die Entfaltung der Menschenseelen in der
Heiligkeit völlig zu erschlieβen.
Desto bemerkenswerter ist es somit, dass Er gerade in der Stunde, in
welcher sich der Zweck Seines Lebens als Gott-Mensch seiner
Vollendung näherte – in der letzten Stunde Christi am Kreuz von
Golgotha – das Wort sprach, das leider von so vielen Seelen niemals
in der Fülle, d.h. in seiner tiefen spirituellen Bedeutung,
verstanden wird: “Frau, siehe, dein Sohn! –
Siehe, deine Mutter!“ Das Evangelium fügt sehr aufschlussreich
hinzu: „Und von jener Stunde an nahm Sie der Jünger zu sich.“
Die Herrin aller Seelen wies bereits darauf hin, dass dort, auf dem Gipfel
der Erlösung, d.h. während der endgültigen Aufschlieβung
der Aussicht auf die Ewige Glückseligkeit für
viele, im Grunde genommen das Mysterium der vollkommenen Marienweihe
gegründet und von Jesus Selbst unterschrieben wurde. Maria wurde dort von Jesus
Selbst für alle Generationen erkennbar als Mutter aller Menschenseelen bezeichnet.
Johannes nahm Sie zu sich, d.h. er, der ja von Jesus auf Golgotha
eigentlich als Verkörperung der Menschenseele schlechthin in der
Beziehung zur Gottesmutter dargestellt wurde, schloss Maria in seine
Seele, er lieβ
Sie in sein ganzes Wesen hinüberflieβen.
Maria IST unsere Mutter, und kraft des Neuen Bundes ist Sie dies erst voll
und ganz, aber Sie muss die Gelegenheit bekommen, diese Rolle
tatsächlich zu erfüllen. Jesus hat Sich Seiner Mutter vom Mutterleib
an hingegeben, und hat Sie zu einer ungeahnt weitgehenden mystischen
Vereinigung mit Seinem eigenen Wesen zugelassen. Wenn wir nun
bedenken, dass das wahre Christ-Sein erst dann seine Wirkungen
zeigt, wenn die Seele Christus in allem nachfolgt, dann müssen wir
zum Schluss kommen, dass Gott von jeder Seele erwartet, dass auch
sie sich vollkommen der Gottesmutter hingibt. Das gottgegebene
Mysterium der totalen Marienweihe ist somit eigentlich mit einer
betonten Einladung von Gottes wegen verbunden: die Seele sollte es
nicht unterlassen, sich Maria hinzugeben. Es dient ihrem Heil. Jesus
hat dies auf dem Höhepunkt Seiner Verwirklichungen für die
Menschheit in Worten gefasst, damit es nie vergessen wird.
Maria ist von Gott mit allem ausgestattet worden, das Ihr in den Stand
versetzen würde, die absolut vollendete Mutterschaft zu
verwirklichen: jene über den Sohn Gottes, und jene über jede
Menschenseele. Zu dem Zweck erbaute Gott Ihr ganzes Wesen auf einer
einmaligen Grundlage von Heiligkeit in einer absolut vollendeten
Entfaltung. Liebe, Macht, Weisheit, Wissen von allen Mysterien des
seelischen Lebens... dies alles trug Maria von Anfang an in Sich wie
einen voll erschlossenen Boden vollendeter Fruchtbarkeit. Jede
Seele, die sich Ihr hinzugeben bereit ist, wird aus diesem Boden
genährt und lebt dadurch in gewissem Sinne das Mysterium, das ein
Kind erst zum Kind seiner Mutter macht: die Geburt aus der Mutter,
im Falle der vollkommenen Weihe die „Wiedergeburt aus Maria“. Diese
Wiedergeburt macht die vollkommene Weihe zu einem mächtigen Element
der Nachfolge Christi, denn in ihr geht die Seele den Weg Jesu, der
Sich als Gott-Mensch für den Weg der Geburt aus dem Mutterleib
Mariens entschied.
Die Mutter ist für die ungeborene Frucht das Tor zum eigentlichen Lebensweg
auf Erden; d.h. zum Weg, auf welchem sie ihre Berufung verwirklichen
muss. Die Mutter ist auch dazu berufen, Kanal einer besonderen Liebe
und Geborgenheit zu sein. Um dies alles fruchtbar zu gestalten, muss
die Mutter sich selbst vergessen können. In dem Maβe, wie die Mutter dazu imstande ist, schöpft sie eigentlich in allem was sie tut unmittelbar aus der Quelle der Gaben
Gottes. Maria war dazu von Anfang an in der Vollkommenheit imstande,
weil ihre Verbindung mit Gott so entwickelt war, dass Er es
war, der ständig durch Sie wirkte. So sollte es für immer sein:
Maria als Brücke zwischen Gott und der Seele, als Kanal der Gnaden,
Kanal des Göttlichen Lebens. Die Seele, die Maria voll und ganz als
Mutter annimmt, trinkt aus Ihr wie aus einem Teich von Ewigem Leben.
So erfüllt Maria Ihre wahre Berufung als Mutter aller Menschen: Sie
spendet das wahre Leben, dessen Keim Gott in Ihr gepflanzt
hat, und erstellt so eine unverwüstliche Brücke von der Seele hin
zum Herzen Gottes, zur Quelle des Ewigen Lebens. Das wahre
Leben beginnt für viele Seelen erst in der Stunde, in welcher sie
sich dazu entscheiden, sich vollkommen Maria hinzugeben für ein
Leben in Ihrem Dienst. Aus Ihr kann die Seele neu geboren werden wie
aus dem Heiligen Geist, zur Erfüllung des Evangeliumwortes, das
Jesus zu Nikodemus sprach. An Maria ist ja die mystische Hochzeit
mit dem Heiligen Geist vollzogen worden, und Seine heiligenden
Wirkungen suchen sich in allem zu entfalten, was aus Ihr für das
wahre Leben, das Göttliche Leben, geboren werden will.
Maria war die Fruchtbarste aller Mütter: Sie gebar den Christus, die
Verkörperung des Göttlichen Lebens. Wenn Sie Gelegenheit dazu
bekommt, uns für ein neues Leben zu gebären, macht Sie aus
uns einen Obstgarten voller Nahrung für viele. Sie kann die Seele
allerdings erst dann neu gebären, wenn sich die Seele zunächst Ihr
hingegeben hat, genauso wie sie ist, ohne nur das Geringste zurück
zu halten. Hält sie einiges zurück, so wird die Wiedergeburt nicht
vollständig sein. Gibt die Seele jede Einzelheit ihres Wesens, ihres
Lebens, ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft restlos in Marias
Dienst, so wird Sie Ihrerseits der Seele ein neues Leben erwirken,
in der Geburt für das Reich Gottes.
Myriam
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