|
DIE "FÜNF SÜHNESAMSTAGE VON FATIMA"
Stichwörter
zur Erinnerung: 3 x 5
a) an fünf Samstagen, jeweils am
datumsmässig ersten Samstag des Monats
b) fünf Gründe, warum
diese Andacht zu
halten ist
c) fünf Bedingungen sind zu erfüllen
WARUM SÜHNE?
Am 13. Juli 1917 vertraut die Gottesmutter den drei Seherkindern ein
dreiteiliges Geheimnis an:

·
Die Höllenvision:
Ihre Existenz wird bestätigt und um Gebet für die Bekehrung
verlangt. Nicht "Angst" - sondern in Kenntnis der Tatsache steht die
"Änderung des Lebens" im Vordergrund. Keine Welt ohne Gott!
·
Die Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz:
Um Frieden für die Menschheit zu erlangen und der Zerstörung von
Seelen und menschlicher Kultur Einhalt zu gebieten, wird Sie
"wiederkommen, um die Weihe an mein Unbeflecktes Herz und die
Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen".
Dies ist die Bedingung für den Frieden. Wenn die Menschheit dies
getan hat, wird "Am Ende mein Unbeflecktes Herz triumphieren!"
·
Zukunft mit oder ohne Gott:
Der Menschheit darf erneut frei entscheiden. Mit Gott: der
geschenkte Frieden! Ohne Gott: Erstarken der Sünde und totale Abkehr
von Gott bis auf eine Minderheit treu-glaubender Menschen!
So oder so:
"Am Ende wird mein
Unbeflecktes Herz triumphieren!" Das steht fest. Doch wie
die Menschheit zu diesem Frieden gelangt - der Weg kann verschieden
sein! Friede ist in jedem Falle ein Geschenk Gottes, das erreicht
wird entweder durch Bekehrung und die Weihe an Mariens Unbeflecktes
Herz oder durch viel Leid und Not. Die Bedingung für den Frieden
wurde an die Marienweihe gebunden!
A)
WARUM AN FÜNF SAMSTAGEN?
„Am
10. Dezember (1925) erschien mir die Heiligste Jungfrau in
Pontevedra“, schreibt Schwester Lucia, „in einer leuchtenden Wolke“;
an der Seite der Gottesmutter war ein Kind zu sehen. Die
Gottesmutter legte ihre Hand auf die Schultern Lucias „und zeigte
ein von Dornen umgebenes Herz, das sie in der rechten Hand hatte.
Das Kind sagte:
»Habe
Mitleid mit dem Herzen deiner Heiligsten Mutter, umgeben von Dornen,
mit denen die undankbaren Menschen es ständig durchbohren, ohne daß
jemand einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen.«
Darauf sagte die Heiligste Jungfrau:
»Meine
Tochter, schau mein Herz, umgeben von Dornen, mit denen die
undankbaren Menschen durch ihre Lästerungen und Undankbarkeiten es
ständig durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten und teile
mit, daß ich verspreche, all jenen in der Todesstunde mit allen
Gnaden, die für das Heil dieser Seelen notwendig sind, beizustehen,
die fünf Monate lang jeweils am ersten Samstag beichten, die heilige
Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und mir während 15
Minuten durch Betrachtung der 15 Rosenkranzgeheimnisse Gesellschaft
leisten in der Absicht, mir dadurch Sühne zu leisten.«“
Wie ernst es der Gottesmutter mit dieser Sühneleistung war, ist aus
einer kurz darauf erfolgten Erscheinung ersichtlich. Lucia hatte
über die Worte der Gottesmutter mit ihrem Beichtvater und mit der
Oberin gesprochen. Doch beide hatten Schwierigkeiten mit dieser
neuen Andachtsform. Als ihr am 15. Februar 1926, knapp zwei Monate
nach dem Auftrag, das Jesuskind allein im Klostergarten erschien und
danach fragte, ob die Andacht zu Seiner Mutter schon verbreitet
werde, sprach sie von den Schwierigkeiten, der sie, eine Ordensfrau,
bei solch einem Vorhaben, innerhalb der Klostermauern und zum
Gehorsam verpflichtet, begegne. Weiter berichtete sie dem Jesuskind,
daß die Oberin schon einiges getan habe, um die Sühnesamstage zu
verbreiten, der Beichtvater jedoch ihr mit dem Argument
entgegentrat, daß sie allein nichts vermöge. Jesus gab ihr zur
Antwort: „Es ist wahr, daß
deine Oberin allein nichts vermag,
aber mit meiner Gnade kann
sie alles.“
Dann legte sie Jesus die Schwierigkeiten dar, die einige Seelen,
welche mit den Samstagen begannen, gleich von Beginn an hatten,
nämlich, daß es ihnen unmöglich war, an jenem Samstag zu beichten.
Deshalb bat Lucia darum, daß eine vorhergehende Beichte doch acht
Tage lang gültig sein möge.
Jesus antwortete ihr: „Ja, es
kann sogar viel länger sein, vorausgesetzt, daß sie im Stand der
Gnade sind, wenn sie mich empfangen, und
daß sie die Absicht haben,
dem Unbefleckten Herzen Sühne zu leisten.“
Lucia notierte von diesem Zwiegespräch noch eine Frage, die sie
gestellt hatte:
„Mein Jesus, und wenn jemand
vergißt, diese Meinung zu erwecken? Jesus gab ihr zu verstehen:
»Das
können sie bei der nächstfolgenden Beichte tun,
sofern sie die erste Gelegenheit ausnutzen,
die sie zur Beichte haben.«“
B)
DIE FÜNF GRÜNDE
Der Beichtvater Lucias fragte eines Tages nach dem Grund der
Fünferzahl. Lucia gab ihm nach einer inneren Eingebung folgende
Antwort Jesu wieder:
„Meine Tochter, der Grund ist einfach: Es geht um die fünf Arten von
Beleidigungen und Lästerungen, die gegen das Unbefleckte Herz
Mariens begangen werden:
a) die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis,
b) gegen ihre Jungfräulichkeit,
c) gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie
als Mutter der
Menschen anzuerkennen;
d) jene, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die
Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Haß gegen diese
unbefleckte Mutter einzuflößen;
e) jene, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren.“
C) DIE FÜNF BEDINGUNGEN
Es entspricht der göttlichen Barmherzigkeit, den Menschen Heilmittel
im Kampf gegen die Sünde zur Verfügung zu stellen. Nach der
Andachtsübung der neun ersten Freitage, den Herz-Jesu-Freitagen,
wird nun der Weg zum Herz-Mariä-Samstag erschlossen. Das Versprechen
Mariens unterscheidet sehr klar fünf Bedingungen und eine
ausschließliche Meinung:
1. Die persönliche Beichte
Wir sahen, daß die persönliche Beichte nicht am selben Tag sein muß,
jedoch muß für jeden der
fünf ersten Samstage eine
persönliche Beichte aufgeopfert werden in der
ausgesprochenen Absicht,
durch diese Beichte dem Unbefleckten Herzen einen Sühnebeitrag
leisten zu wollen. Diese Absicht wird so sehr gefordert, daß am 15.
Februar 1926 ausdrücklich das Nachholen gefordert wird, und zwar muß
„die erste Gelegenheit“ ausgenutzt werden, „die sie zur Beichte
haben“.
Liegt darin nicht auch ein katechetischer Wert im zu Ende gehenden
Jahrhundert, das die Beichte fast völlig marginalisiert und
vergessen hat? Die Worte Jesu stehen diesem Trend diametral
entgegen!
2. Heilige Kommunion
Es geht hier eindeutig um den Kommunionempfang im Stande der
heiligmachenden Gnade, insbesondere für den Fall, daß die hl.
Beichte nicht am selben Tag abgelegt werden kann. Auch hier wird die
ausdrückliche Bedingung
verlangt, die hl. Kommunion als Sühneakt zu verstehen.
3. Beten des Rosenkranzes
In allen Erscheinungen bat die Gottesmutter um das tägliche Beten
des Rosenkranzes. Hier wird dieses Beten in ein Versprechen
eingebaut.
4. Betrachtung über das geheimnisvolle Leben Jesu
Zusätzlich zum Rosenkranzgebet verlangt die Gottesmutter, daß wir in
der Betrachtung der Geheimnisse aus dem Leben Jesu für mindestens 15
Minuten verweilen. So genommen darf dies als ein Hinweis gelten, daß
man die 5 Sühnesamstage mindestens dreimal nacheinander halten
sollte, damit jedes der Gesätze mindestens einmal für 15 Minuten
betrachtend erwogen wird. Lassen wir bei den Betrachtungen den
Heiligen Geist, den göttlichen Bräutigam der Jungfrau und
Gottesmutter, zu uns sprechen, öffnen wir uns ihm - und er wird uns
mit Gedanken und Weisungen erfüllen, auf die wir vielleicht sonst
nie im Leben gekommen wären.
5.
(Erneuerung der)
MARIENWEIHE
|